EM beendet! Ex-BVB-Star bei deutschem Gruppengegner verletzt abgereist

Budapest - Eine Offensivoption weniger für Frankreich! Die Equipe Tricolore muss für den Rest der Europameisterschaft 2020 ohne Ousmane Dembele (24) auskommen.

Ousmane Dembele (24, r.) verletzte sich gegen Ungarn offenbar schwerwiegender als gedacht. Für den früheren BVB-Profi ist die EM damit vorbei.
Ousmane Dembele (24, r.) verletzte sich gegen Ungarn offenbar schwerwiegender als gedacht. Für den früheren BVB-Profi ist die EM damit vorbei.  © dpa/Laszlo Balogh/Pool AP

Der Star des FC Barcelona hatte beim enttäuschenden 1:1 gegen Ungarn im zweiten Gruppenspiel nach seiner Einwechslung einen Schlag aufs Knie bekommen und musste bereits nach 30 Minuten wieder vom Feld genommen werden.

Nun gab der Verband das EM-Aus des früheren Flügelflitzers von Borussia Dortmund bekannt. Eine genaue Diagnose wurde allerdings noch nicht veröffentlicht.

Klar sei jedoch, dass der voraussichtliche Heilungsprozess über die Zeit des Turniers hinausgehe. Für Nationalcoach Didier Deschamps (52) und natürlich auch den Spieler selbst ist das eine bittere Nachricht.

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Denn Dembele war für den Angriff die erste Wechseloption. In der Startelf gesetzt war er aufgrund der herausragenden Qualitäten seiner Teamkollegen Kylian Mbappe (22), Karim Benzema (33) und Antoine Griezmann (30) dagegen nicht.

Doch mit seiner Dribbelstärke und seinen kreativen Einfällen war Dembele ein sehr wichtiger Kader-Bestandteil, der immer für eine entscheidende Aktion gut war. Jetzt muss sich Deschamps mit seinem Trainerteam für das große Gruppenfinale gegen Portugal (Mittwoch, 21 Uhr) etwas anderes überlegen.

Ousmane Dembele hat das Lager der französischen Nationalmannschaft bereits verlassen

Frankreich braucht im letzten EM-Gruppenspiel gegen Portugal offensiv mehr Durchschlagskraft

Kann er die Chance nutzen? Borussia Mönchengladbachs Marcus Thuram (23) wartet bislang noch auf seine ersten Einsatzminuten für die Equipe Tricolore.
Kann er die Chance nutzen? Borussia Mönchengladbachs Marcus Thuram (23) wartet bislang noch auf seine ersten Einsatzminuten für die Equipe Tricolore.  © dpa/Marius Becker

Vielleicht kommt er dabei auch auf Marcus Thuram (23) von Borussia Mönchengladbach?

Der Angreifer fehlte in der ersten Partie gegen Deutschland (1:0) im Kader und musste auf der Tribüne Platz nehmen, während er gegen Ungarn 90 Minuten lang auf der Bank schmorte.

Er dürfte deshalb heiß darauf sein, sich zu beweisen. Allerdings hat Deschamps mit Kingsley Coman (25) vom FC Bayern München, der nach der Geburt seines Kindes zurück im Camp ist, Thomas Lemar (25), Wissam Ben Yedder (30) und Olivier Giroud (34) noch einige weitere sehr gute Akteure für die Offensive, die gegen Portugal definitiv auf einem besseren Level agieren muss.

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Denn für beide Top-Teams geht es ums Weiterkommen. Gewinnt Deutschland gegen Ungarn und verliert im Parallelspiel eine der beiden Mannschaften, wäre das möglicherweise gleichbedeutend mit dem Aus.

Zur Erinnerung: Frankreich erzielte in zwei Partien erst zwei Treffer und einen davon schoss bekanntlich Mats Hummels (32) per Eigentor.

Der Sturm ist trotz der vielen Weltklasse-Akteure bisher nur ein laues Lüftchen. Und das dürfte gegen Portugal kaum reichen...

Titelfoto: dpa/Laszlo Balogh/Pool AP

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