EM-Spiele in München vor Fans! Jeweils rund 14.000 Zuschauer in Allianz Arena

München - Fans können kommen. München musste um seine EM-Mitgastgeberrolle lange kämpfen. Nach der Zusage von der UEFA rückte die Zuschauer-Frage in den Fokus. Das Ergebnis: Die Nationalelf darf vor Anhängern auflaufen!

Fans können kommen! Jeweils rund 14.000 Zuschauer sollen die Spiele bei der Fußball-EM in München besuchen dürfen.
Fans können kommen! Jeweils rund 14.000 Zuschauer sollen die Spiele bei der Fußball-EM in München besuchen dürfen.  © Matthias Balk/dpa

Jeweils rund 14.000 Zuschauer sollen die Spiele bei der Fußball-EM in München besuchen dürfen.

Dies kündigte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) nach einer Sitzung des Kabinetts am Freitagmittag an und sprach von einer Stadionauslastung von "bis zu 20 Prozent". Zunächst hatte die Bild darüber berichtet.

"Die Fußball-EM ist eine Sondersituation, die wir haben", erklärte Söder. Die Partien vor Zuschauern im Münchner Norden könnten als Pilotprojekt für den weiteren Profisport betrachtet werden.

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Die Spiele würden mit einem strengen Hygiene- und Sicherheitskonzept entsprechend begleitet werden.

In der Münchner Allianz Arena finden bei der Europameisterschaft vom 11. Juni bis zum 11. Juli zunächst die drei deutschen Vorrundenspiele statt.

Joachim Löws (60) Mannschaft trifft am 15. Juni auf Weltmeister Frankreich, am 19. Juni dann auf Titelverteidiger Portugal sowie abschließend am 23. Juni schließlich auf Außenseiter Ungarn. Darüber hinaus ist am 2. Juli ein Viertelfinale angesetzt.

Die DFB-Elf würde dem Spielplan zufolge aber nur als Gruppendritter zum K.o.-Duell nach München zurückkehren.

Fans durften aufatmen: UEFA hatte Ende April die Landeshauptstadt als Mitgastgeber der EM bestätigt

EM-Spiele mit Fans "könnten uns eine gewisse Normalität zurückgeben", ist sich DFB-Organisationschef Philipp Lahm (37) sicher. (Archivbild)
EM-Spiele mit Fans "könnten uns eine gewisse Normalität zurückgeben", ist sich DFB-Organisationschef Philipp Lahm (37) sicher. (Archivbild)  © Thomas Frey/dpa

Die UEFA hatte Ende April die Landeshauptstadt als Mitgastgeber der EM bestätigt, strittig blieb aber die Zuschauer-Frage. Der Verband verlangte von München eine Garantie, dass die jeweiligen Partien vor Fans ausgetragen werden dürften.

Die Staatsregierung gab diese Zusicherung damals nicht. "Alles ist vorbehaltlich der pandemischen Lage", hatte Staatskanzleichef Florian Herrmann (49, CSU) betont. Bilbao und Dublin verloren im Gegensatz zu München ihre EM-Gastgeberrollen wegen der fehlenden Zusage in der Fan-Frage.

Für die Landeshauptstadt wurde in einem sogenannten Leitszenario eine Mindestkapazität von 14.500 Zuschauern als realistisch eingestuft. Münchner Planspiele reichten aber auch von Geisterspielen bis hin zu einer Maximalauslastung mit 27.000 Fans. Nun dürfen also bis zu 14.000 Besucher ins Stadion in Fröttmaning kommen.

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"Die Behörden vor Ort entscheiden vor den Spielen, ob Zuschauer zugelassen werden oder nicht", hatte UEFA-Boss Aleksander Ceferin (53) erklärt.

Bayerns Vize-Ministerpräsident Hubert Aiwanger (50, Freie Wähler) sprach sich zuletzt angesichts der sinkenden Corona-Zahlen für das Szenario mit rund 15.000 EM-Zuschauern in der Allianz Arena aus. "Ich bin schon der Meinung, wenn jeder fünfte Platz besetzt ist und die vorher getestet sind, bitteschön", sagte er im BR Fernsehen: "Dann rein mit den Leuten, hilft ja nix!"

Die Arena verfügt über 70.000 Sitzplätze. EM-Spiele mit Fans "könnten uns eine gewisse Normalität zurückgeben", hatte DFB-Organisationschef Philipp Lahm (37) gesagt. Die Gesundheit müsse aber an erster Stelle stehen.

Titelfoto: Thomas Frey/dpa

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