Deutschland gegen Frankreich: Für wen jubelt Ex-Bayern-Star Ribéry?

München - Franck Ribéry (38) ist vor dem EM-Spiel zwischen seinem Heimatland Frankreich und seiner langjährigen Wahlheimat Deutschland am Dienstag hin- und hergerissen.

Ex-Bayern-Star Franck Ribéry (38) wäre traurig, wenn Deutschland gegen Frankreich gewinnt - umgekehrt aber auch.
Ex-Bayern-Star Franck Ribéry (38) wäre traurig, wenn Deutschland gegen Frankreich gewinnt - umgekehrt aber auch.  © Uwe Anspach/dpa

"Mein Herz wird beim Spiel geteilt sein, halb-halb", sagte der frühere Profi des FC Bayern München der "Bild am Sonntag": "Ich bin gebürtiger Franzose, aber ein großer Teil meines Herzens gehört Deutschland. Wenn die DFB-Mannschaft gewinnt, bin ich glücklich für Deutschland und ein bisschen traurig für Frankreich. Umgekehrt fühle ich dasselbe."

Im Endeffekt habe er sogar "mehr Freunde im deutschen Team als bei Frankreich", sagte der 38-Jährige, der von 2007 bis 2019 in München spielte: "Würde Deutschland verlieren, wäre ich traurig für Spieler wie Neuer, Müller, Goretzka, Kimmich oder Süle. Auf Seiten Frankreichs habe ich mit Benzema einen guten Freund, zudem meine Jungs aus Bayern-Zeiten: Tolisso, Coman, Pavard, auch Hernandez mag ich, obwohl wir nicht zusammengespielt haben."

Am Ende werden aber beide in der schweren Gruppe F weiterkommen, glaubt Ribéry. Er traue "beiden den Titel zu, und natürlich ist es gut möglich, dass sie sich im EM-Finale wieder sehen".

Ganze Fußballwelt hat Respekt vor Thomas Müller

Auch im direkten Duell am Dienstag in München habe "die deutsche Mannschaft natürlich eine Chance".

Dies liege nicht zuletzt an der Rückkehr von Bayern-Star Thomas Müller. "Er ist die Führungspersönlichkeit des deutschen Fußballs, er verkörpert für mich den perfekten Deutschen", sagte Ribéry. Und deshalb habe auch Frankreich Respekt vor ihm.

"Die ganze Fußballwelt hat Respekt vor Thomas", sagte Ribéry: "Und natürlich damit auch die Franzosen. Wer keinen Respekt vor Thomas Müller hat, der hat keine Ahnung von Fußball."

Titelfoto: Uwe Anspach/dpa

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