Ex-Nationalspieler Serdar Tasci: Auch ohne Verein denkt er nicht ans Karriereende

Stuttgart - Der vereinslose Ex-Nationalspieler Serdar Tasci plant weiter eine Rückkehr in den Profi-Fußball.

Tasci in der Münchner Allianz-Arena im Februar 2016.
Tasci in der Münchner Allianz-Arena im Februar 2016.  © Tobias Hase/dpa

"Ein Karriereende ist kein Thema. Ich will weiterhin Fußball spielen", sagte der 33-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. 

Bis Sommer 2019 stand er beim türkischen Erstligisten Basaksehir unter Vertrag, seitdem trainiert er individuell. 

"Das Mannschaftstraining fehlt mir, klar. Aber ich trainiere weiterhin täglich und fühle mich konditionell topfit", sagte Tasci, der aktuell in Istanbul weilt.

"Im Winter hatte ich einige Angebote und die Überlegung, bei einem türkischen Verein zu unterschreiben. Letztlich hat es dann aber doch nicht gepasst", so der gebürtige Esslinger, der in den letzten zwölf Monaten auch Anfragen aus China, Katar und Saudi-Arabien abgelehnt haben soll. 

Und weiter: "Auch aktuell habe ich wieder zwei Angebote aus der Türkei vorliegen. Ich werde mir bei der Entscheidung aber noch ein bisschen Zeit lassen. Ich habe keinen Druck."

Tasci: VfB-Aufstieg war holprig

Obgleich die finanziellen Folgen der Corona-Krise den Markt vermutlich nicht vereinfachen. 

"Es ist schwer zu sagen, ob Corona einem ablösefreien Spieler wie mir jetzt dann vielleicht hilft", sagte Tasci. "Die Vereine wirken eben doch sehr vorsichtig in Sachen Transfers. Eine Rückkehr in die Bundesliga sieht im Moment schwer aus."

Über seinen Heimatclub VfB Stuttgart, für den er insgesamt 243 Pflichtspiele bestritten hat und mit dem er 2007 deutscher Meister wurde, sagte Tasci: "Der Aufstieg war schon recht holprig und eine knappe Geschichte. Der Weg des VfB, viele junge Spieler zu holen und dann wahrscheinlich in einigen Jahren möglichst gewinnbringend zu verkaufen, ist spannend, aber auch nicht ungefährlich."

Er hoffe, "dass der VfB die nächsten Jahre wieder kontinuierlich in der Bundesliga spielt. Aber die kommende Saison wird nicht einfach."

Titelfoto: Tobias Hase/dpa

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