So denkt Weltmeister Lukas Podolski über die WM in Katar

Köln - Lukas Podolski (37) ist einer der wenigen deutschen Fußballer, die in ihrem Leben als Profi die Fußball-Weltmeisterschaft gewinnen konnten. Vor der WM in Katar sieht er wieder Chancen für Deutschland.

Lukas Podolski (37) wurde 2014 Weltmeister.
Lukas Podolski (37) wurde 2014 Weltmeister.  © Bernd Thissen/dpa

Er persönlich brennt für das Turnier. "Es herrscht natürlich viel Kritik an dem Turnier, aber die Fußball-WM bleibt sportlich ein Highlight. Eine WM ist und bleibt das größte Sportereignis der Welt", sagte er im Interview mit dem Kölner Stadt-Anzeiger.

Da die Menschenrechte in Katar ebenfalls mit Füßen getreten werden, steht das Turnier in der Kritik. Auf die Frage, ob das umstrittene Gastgeberland deshalb mitsamt der Sportveranstaltung boykottiert werden sollte, hatte der Ex-Kölner klare Worte.

"Am Ende ist ganz viel heiße Luft dabei. Ein Boykott bringt ohnehin nichts, wenn er dann nicht konsequent umgesetzt wird. Es sind doch alle Länder da, die sich auch für die WM qualifiziert haben."

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Podolski gab zu bedenken, dass der Fehler schon bei der Vergabe vor zwölf Jahren begangen wurde.

"Jetzt steht das Turnier an, und die Spieler freuen sich darauf. Jetzt Spieler dafür verantwortlich zu machen, ist mir zu einfach", so der Profi-Kicker im KStA-Interview.

Lukas Podolski (links) jubelte in Brasilien über den Gewinn der Weltmeisterschaft.
Lukas Podolski (links) jubelte in Brasilien über den Gewinn der Weltmeisterschaft.  © Marcus Brandt/dpa

Welche Chancen räumt Podolski Deutschland ein?

Für Deutschland sieht er durchweg Chancen, wie er im Gespräch betonte. "Nations League, Testspiele und Umfragen hin und her: Deutschland zählt bei großen Turnieren immer zu den Favoriten."

Und auch ein talentierten Jung-Spieler im deutschen Team steht auf seiner Favoritenliste. Jamal Musiala (19) sei aufgrund seiner technischen Fähigkeiten, seiner Schnelligkeit, Geschmeidigkeit und dem Zug zum Tor ein Juwel im Team. "Am Ende aber hat immer das Team für Furore gesorgt."

Titelfoto: Bernd Thissen/dpa

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