Uli Hoeneß verteidigt Katar: "Wir Deutschen sind die größten Verächter dieser WM"

München - Uli Hoeneß (70) findet die Diskussionen in Deutschland über die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar übertrieben.

Uli Hoeneß (70) kann die Aufregung um die WM in Katar nicht verstehen.
Uli Hoeneß (70) kann die Aufregung um die WM in Katar nicht verstehen.  © Andreas Gebert/dpa

"Wir Deutschen sind die größten Verächter dieser WM. Aber es geht hier um ein wunderschönes Fußball-Ereignis. Natürlich gibt es dort Probleme, die werden von unseren Spielern auch angesprochen", sagte Hoeneß laut dem Bayerischen Rundfunk bei einer Podiumsveranstaltung am Mittwochabend in München.

Natürlich könnten sich die Fußballer und Funktionäre nicht von den politischen Ereignissen abkoppeln, "aber so wie das die letzten Wochen bei uns diskutiert wurde, ist das nicht in Ordnung. Es geht um Fußball", sagte der Ehrenpräsident des FC Bayern München.

Die WM im Emirat beginnt am Sonntag mit dem Spiel des Gastgebers gegen Ecuador. "Jetzt lassen wir die doch mal kicken", sagte Hoeneß laut "Süddeutscher Zeitung". "Der Ball, der darf nicht vergessen werden."

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Kritisch äußerte sich der 70-Jährige Richtung des Fußball-Weltverbandes. Bei der FIFA müsse "ausgemistet" werden, sagte Hoeneß.

Uli Hoeneß klar für Verlängerung des Katar-Sponsorings

Michael Ott, Vereinsmitglied beim FC Bayern München, musste sich nach seiner Katar-Kritik einiges von Hoeneß anhören.
Michael Ott, Vereinsmitglied beim FC Bayern München, musste sich nach seiner Katar-Kritik einiges von Hoeneß anhören.  © Bernd Feil/Pressefoto M.i.S./dpa

Zuletzt hatte Hoeneß durch einen öffentlichen Disput mit dem ehemaligen Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga, Andreas Rettig (59), wegen des WM-Gastgebers für Aufsehen gesorgt.

Nach der Jahreshauptversammlung des FC Bayern attackierte er den Katar-Kritiker Michael Ott verbal.

Das Thema Katar ist beim Deutschen Rekordmeister ein Reizthema. Der am Saisonende auslaufende lukrative Sponsoring-Vertrag mit der Fluglinie Qatar Airways wird von Mitgliedern kritisch gesehen. Hoeneß hatte sich zuletzt klar für eine Verlängerung ausgesprochen.

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Der WM-Gastgeber steht seit Jahren in der Kritik, vorrangig wegen der schlechten Menschenrechtslage im Land. Die Regierung des Emirats weist die Vorwürfe zu großen Teilen zurück.

Titelfoto: Andreas Gebert/dpa

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