Frisches Geld für Barca: Darf Lewandowski jetzt sein Liga-Debüt feiern?

Barcelona - Weniger Rechte für mehr Spieler! Der FC Barcelona arbeitet kurz vor Saisonstart weiter mit Hochtouren an der Registrierung seiner Neuzugänge um Weltklasse-Knipser Robert Lewandowski (33). Ein neuer Deal soll umgehend Abhilfe schaffen.

Darf Robert Lewandowski (33) am Samstag sein Liga-Debüt für den FC Barcelona feiern?
Darf Robert Lewandowski (33) am Samstag sein Liga-Debüt für den FC Barcelona feiern?  © Pau BARRENA / AFP

Die Katalanen haben 24,5 Prozent der Anteile an den Barca Studios für 100 Millionen Euro an die Firma Orpheus Media verkauft, wie der Verein am Freitagmittag offiziell verkündete.

Die Vereinbarung soll "dazu beitragen, das Wachstum der Digital-, NFT- und Web.3-Strategie des Klubs zu beschleunigen", hieß es in dem Statement.

Vorerst dürften die so eingenommenen Millionen allerdings der Lösung eines anderen Problems dienen. Die "Blaugrana" hoffen, mit den zusätzlichen Einnahmen die Financial-Fairplay-Regeln der LaLiga zu erfüllen, um ihre neu verpflichteten Kicker endlich für den Spielbetrieb registrieren zu können.

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Bereits am Samstagabend (21 Uhr) empfängt der hochverschuldete Spitzenverein mit Rayo Vallecano den ersten Gegner zum Saisonauftakt im heimischen Camp Nou. Bislang besitzen jedoch weder Lewandowski, noch Jules Kounde (23), Raphinha (25), Andreas Christensen (26) oder Franck Kessie (25) die Erlaubnis, auf dem Rasen mitwirken zu dürfen.

Auch Ousmane Dembélé (25) und Sergi Roberto (30) warten aufgrund ihrer neuen Verträge nach Verlängerung noch auf eine Berechtigung.

Mitteilung des FC Barcelona zum Verkauf der Anteile an den Barca Studios

Frenkie de Jong stellt sich quer, dem FC Barcelona läuft die Zeit davon

Barca würde Frenkie de Jong (25, M.) am liebsten abgeben, aber der "Elftal"-Star hat darauf keine Lust.
Barca würde Frenkie de Jong (25, M.) am liebsten abgeben, aber der "Elftal"-Star hat darauf keine Lust.  © Pau BARRENA / AFP

Der spanische Gigant hatte zuvor schon diverse Anteile, wie ein Viertel der TV-Rechte-Einnahmen für die nächsten 25 Jahre, veräußert, um Geld in die klammen Kassen zu spülen.

Daneben könnte Barca zur Erfüllung der Regeln auch den Gehaltsetat senken, doch Verkaufskandidat Frenkie de Jong (25) weigerte sich bislang, den Verein zu verlassen.

Darüber hinaus möchte der niederländische Nationalspieler auch nicht auf Teile seines Salärs verzichten, weshalb sich beide Seiten mittlerweile eine unschöne Schlammschlacht liefern, die für den Mittelfeldstrategen sogar in Fan-Beschimpfungen auf offener Straße gipfelte, wie die katalanische Zeitung Sport berichtete.

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Derweil befürchtet die Liga laut einer Meldung der Mundo Deportivo, dass die Verantwortlichen der "Blaugrana" die notwendigen Unterlagen zur Registrierung erst im Laufe des Samstags einreichen werden und diese so nicht mehr ausreichend geprüft werden können.

Wenn es nach Barca-Präsident Joan Laporta (60) geht, müssen sich Lewandowski-Fans aber keine Sorgen machen. Bereits bei der Vorstellung des 132-fachen polnischen Nationalstürmers erklärte der 60-jährige Funktionär, dass "Robert der Erste sein würde", falls man nur einen Neuzugang anmelden könnte.

Titelfoto: Pau BARRENA / AFP

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