41 Eigentore sollten den Titel verhindern: Verband sperrt vier Klubs lebenslang

Südafrika - Wer betrügen möchte, sollte sich besser nicht erwischen lassen. Vier Klubs aus Südafrika haben nun eindrucksvoll gezeigt, wie man es am besten nicht anstellt und mit abstrusen Ergebnissen reichlich Skepsis hervorgerufen. Das dachte sich auch der Verband und griff hart durch.

Kein guter Plan: 60 Mal landete der Ball beim Verfolgerduell im Netz, darunter 41 Eigentore. (Symbolbild)
Kein guter Plan: 60 Mal landete der Ball beim Verfolgerduell im Netz, darunter 41 Eigentore. (Symbolbild)  © 123rf/panoramaimages

Vor dem letzten Spieltag der vierten Liga des afrikanischen Landes standen die Shivulani Dangerous Tigers mit drei Punkten und 16 Toren Vorsprung an der Tabellenspitze, gefolgt vom Matiyasi FC und den Nsami Mighty Birds auf den Plätzen zwei und drei.

Eigentlich ein sicheres Polster, das nur durch ein wahres Fußballwunder noch zunichte gemacht werden konnte. Die beiden Verfolger trafen zum Saisonabschluss jedoch im direkten Duell aufeinander und wollten offenbar unbedingt verhindern, dass der Konkurrent die Meisterschaft holt.

Besonders clever haben die Akteure dabei aber nicht agiert. Schon der Endstand von 59:1 für Matiyasi hätte sich wohl nur schwer erklären lassen, doch da das Schiedsrichtergespann auch noch 41 Eigentore im Spielberichtsbogen notieren musste, war der Schwindel praktisch mit dem Abpfiff aufgedeckt.

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Allerdings bekleckerten sich auch die Tigers nicht gerade mit Ruhm. Als der Tabellenführer vom 22:0-Halbzeitstand erfuhr, manipulierte er wiederum das eigene, parallel laufende Match gegen die Kotoko Happy Boys.

Die South African Football Association reagiert mit harten Strafen

Insgesamt vier Mannschaften waren an dem Skandal beteiligt und wurden nun gesperrt. (Symbolbild)
Insgesamt vier Mannschaften waren an dem Skandal beteiligt und wurden nun gesperrt. (Symbolbild)  © Phill Magakoe / AFP

Der um seinen Titel fürchtende Spitzenreiter überredete den Gegner, nur mit sieben Kickern weiter zu machen. Die Happy Boys stimmten zu und wurden mit 33:1 vom Rasen gefegt.

Zur Meisterschaft hätte der ausgehandelte Kantersieg aufgrund des 59:1-Erfolgs trotzdem nicht gereicht, aber das spielt jetzt kaum noch eine Rolle.

Die South African Football Association (SAFA) durchschaute die plumpen Betrugsversuche der vier Klubs und verhängte harten Strafen, wie BBC berichtete.

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Die beteiligten Vereine wurden aus der Liga verbannt und dürfen nie wieder ein reguläres Spiel bestreiten, auch die offenbar nur körperlich anwesenden Schiedsrichter müssen die Pfeife für zehn Jahre ruhen lassen.

"Diese Leute haben keinen Respekt vor dem Fußball, und wir können nicht zulassen, dass sich so etwas wiederholt", erklärte der zuständige SAFA-Präsident Vincent Ramphago.

Meister wurde übrigens der eigentlich Viertplatzierte Gawula Classic.

Titelfoto: 123rf/panoramaimages

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