Abramowitsch-Chaos beim FC Chelsea: Premier League setzt russischen Klubbesitzer ab!

London - Die Premier League hat nun offiziell auf die Sanktionen der britischen Regierung gegen Roman Abramowitsch (55) reagiert und den russischen Klubbesitzer als Direktor des FC Chelsea abgesetzt.

Roman Abramowitsch (55) wurde im Zuge des Ukraine-Krieges untersagt, in England Handel zu treiben.
Roman Abramowitsch (55) wurde im Zuge des Ukraine-Krieges untersagt, in England Handel zu treiben.  © Adam Davy/PA Wire/dpa

Der Beschluss hat jedoch keine direkten Auswirkungen auf den Trainings- und Spielbetrieb der Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel (48), wie die Liga am Samstag mitteilte.

Großbritannien hatte bereits am Donnerstag im Zusammenhang mit der Invasion Russlands in die Ukraine weitreichende Maßnahmen gegen die "Blues" verhängt: Der amtierende Champions-League-Sieger darf keine Transfers mehr tätigen, keine Eintrittskarten mehr für Spiele verkaufen und muss sämtliche Fanshops schließen.

Wenig später sprang Trikotsponsor "Three" ab und forderte den Tabellendritten auf, das Logo der Marke vorübergehend vom Dress und aus dem Stadion zu entfernen. Auch Ausrüster Nike soll einen Ausstieg in Erwägung ziehen, wie die "Daily Mail" berichtete.

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Abramowitsch selbst soll laut einem Bericht des "Telegraph" einem Verkauf des Klubs zugestimmt haben, obwohl der 55-Jährige im Zuge der Sanktionen eigentlich nichts mehr mit dem Prozess zu tun haben darf.

Gespräche mit potenziellen Käufern soll die US-amerikanische Bank Raine führen. Die Deadline für Angebote wurde demnach auf kommenden Freitag verlängert. Derzeit gebe es drei Interessenten.

Die Premier League gab die Absetzung von Roman Abramowitsch auf Twitter bekannt

Der FC Chelsea steht vor teuren Heimspielen in der Premier League

Schwierige Zeiten an der Stamford Bridge. Der FC Chelsea könnte durch die Sanktionen finanzielle Probleme bekommen.
Schwierige Zeiten an der Stamford Bridge. Der FC Chelsea könnte durch die Sanktionen finanzielle Probleme bekommen.  © Stefan Rousseau/PA Wire/dpa

Die Strafmaßnahmen gehen derweil auch an der Mannschaft nicht ganz spurlos vorbei. So soll das Institut "Barclaycard" die Kreditkarten des Vereins zwischenzeitlich gesperrt haben, wie die "Sun" berichtete.

Außerdem sei es dem Klub kaum möglich, die laufenden Heimspiel-Kosten für Catering, Sicherheit und Ordner an der Stamford Bridge zu decken, da die Regierung die möglichen Ausgaben auf 500.000 Pfund (knapp 600.000 Euro) gedeckelt habe. Allerdings soll die Austragung eines Spiels zwischen 800.000 und einer Million Pfund kosten (etwa 950.000 bis 1,2 Millionen Euro).

Das nächste Match vor heimischer Kulisse steht für die Westlondoner bereits am Sonntag (15 Uhr) gegen Newcastle United an. Der Klub-Weltmeister hoffe darauf, dass die Regierung den Verkauf von Eintrittskarten doch noch erlaubt.

Titelfoto: Adam Davy/PA Wire/dpa

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