Ibrahimovic platzt der Kragen: "Nie erlaubt, mit mir Geld zu machen!" Rechtsstreit mit EA Sports

Mailand - Zlatan reicht's! Gemeinsam mit dem AC Mailand ist der Exzentriker Zlatan Ibrahimovic (39) vom derzeitigen Tabellenführer der italienischen Serie A aktuell das Maß aller Dinge. Und nachdem auf dem Feld im Moment alles wie von selbst zu gehen scheint, sucht sich der selbsternannte "Gott" nun andere Gegner. Neuestes Zlatan-Opfer: EA Sports mit seinem Videospiel Fifa Football.

Sportlich läuft's für Zlatan Ibrahimovic (39) derzeit bestechend. Mit zehn Toren aus sechs Spielen führt er aktuell die Torjägerliste der Serie A an.
Sportlich läuft's für Zlatan Ibrahimovic (39) derzeit bestechend. Mit zehn Toren aus sechs Spielen führt er aktuell die Torjägerliste der Serie A an.  © Fabio Ferrari/LaPresse/AP/dpa

"Wer hat EA Sports die Erlaubnis gegeben, meinen Namen und mein Gesicht zu verwenden?" so Ibrahimovics Frage am Montagabend auf seinen zahlreichen Social-Media-Kanälen. "Die FIFPro?", schiebt der 39-Jährige fragend hinterher.

König Ibra reicht's!

"Jemand macht Geld mit meinem Gesicht und meinem Namen, und das seit Jahren", polterte der Schwede weiter und will nichts davon wissen, jemals ein Mitglied der Spielervereinigung FIFPro gewesen zu sei. Somit stünde es im Grunde niemandem zu, mit ihm und seinem Gesicht Kohle zu scheffeln.

Nun hat er genug und will dagegen rechtlich vorgehen. "Zeit, das Ganze zu untersuchen", schiebt er einen zweiten Post hinterher.

Fakt ist: Sein derzeitiger Arbeitgeber, der AC Mailand, hat noch vor Beginn der Saison einen Exklusiv-Vertrag mit EA Sports abgeschlossen. Der Videospiel-Gigant zeigte sich damals stolz, betonte, wie wichtig "unseren Fans Authentizität" sei.

Man stelle sicher, dass man die Hauptakteure auf dem virtuellen Rasen "vollständig, authentisch und jetzt exklusiv in unserem Spiel repräsentieren könne", so General Manager und EA-Vize Nick Wlodyka.

Doch diese Rechnung scheint er ohne den Schweden gemacht zu haben.

AC Mailand und EA Sports haben für Fifa Exklusiv-Vertrag geschlossen, ist Ibrahimovic automatisch Teil davon?

Dieser fühlt sich nämlich in seinen Persönlichkeitsrechten verletzt und möchte diesem "Vergehen" entsprechend gegenüber treten.

Inwieweit Zlatan als Spieler von Milan automatisch den Abmachungen zwischen der Rossoneri und EA unterliegt, ist scheinbar nicht ganz klar.

Auch wieso Ibrahimovic erst jetzt auffällt, dass er seit fast zwei Jahrzehnten Teil des Spiels ist, ist nicht überliefert.

David Beckham hat eigene lukrative Fifa-Version, will Zlatan ein Stück vom Kuchen abhaben?

Seit über zwei Jahrzehnten ist das jährliche Fifa-Game heiß begehrt bei den Zockern dieser Welt. Zlatan is not amused.
Seit über zwei Jahrzehnten ist das jährliche Fifa-Game heiß begehrt bei den Zockern dieser Welt. Zlatan is not amused.  © EA Sports/dpa-tmn

Die FIFPro hat derweil Lizenzen für über 50.000 Profi-Kicker sowie nahezu alle Profi-Vereine. Wohl prominenteste Ausnahme hierbei ist Juventus Turin, die seit zwei Jahren nicht mehr unter diesem Namen bei Fifa auftreten.

Ibra-Kadabra, welcher von keinem geringeren als Berater-Ikone und Schlitzohr Mino Raiola vertreten wird, ist ebenfalls kein Teil der FIFPro. Will man also nur Geld machen?

Zum Vergleich: David Beckham soll seit einigen Tagen eine eigene Fifa-Version bekommen haben, so onefootball.

Das wiederum bringt dem Engländer umgerechnet satte 48 Millionen Euro über einen entsprechenden Sponsorenvertrag mit EA Sports ein.

Gut möglich, dass Zlatan und sein Agent hier also ein paar Scheinchen riechen und eine erste Duftmarke in Richtung des Spiele-Herstellers setzen wollten...

Titelfoto: Fabio Ferrari/LaPresse/AP/dpa , EA Sports/dpa-tmn

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