ARD-Hammer zum Töpperwien-Abschied: WM Finale 2022 wird von einer Frau kommentiert!

Berlin - Was für eine Geste! Das Finale der kommenden Fußball-Weltmeisterschaft soll im ARD-Radio von einer Frau kommentiert werden. Eine Hommage und gleichzeitige Wertschätzung für die zum Ende der laufenden Bundesliga-Saison scheidende Kult-Kommentatorin Sabine Töpperwien (60).

Sabine Töpperwien (60) macht nach über drei Jahrzehnten Schluss. Nun gibt es ein Abschiedsgeschenk, dass es in sich hat.
Sabine Töpperwien (60) macht nach über drei Jahrzehnten Schluss. Nun gibt es ein Abschiedsgeschenk, dass es in sich hat.  © Dirk Borm/WDR/dpa

Sie ist DIE Stimme unter den Radio-Kommentator(inn)en. Über 700 Fußball-Partien begleitete sie mit ihrem Organ - und ab Sommer ist Schluss (TAG24 berichtete).

Die inzwischen 60-Jährige möchte aus gesundheitlichen Gründen nach 35 Jahren ihr Kommentatoren-Mikro an den Nagel hängen.

Jetzt wird ihr gedacht und eine große Geste zuteil: Das kommende Finale einer Fußball-Weltmeisterschaft der Männer soll im Radio von einer Frau begleitet werden.

Zwar nicht von der sich bis dahin in Kommentatoren-Rente befindenden Radio-Ikone, doch diese Hammernachricht schlägt bei ihr dennoch ein wie eine Bombe!

Und dabei ist es eine Hommage, dessen Weg sie selber ein wenig ebnete.

"Ich hatte mehrfach in Interviews der letzten Tage geäußert, dass ich es nicht mehr erleben werde, dass eine Frau bei einer Fußball-EM oder WM das Finale fürs Radio oder Fernsehen übertragen wird", so Töpperwien gegenüber der BILD.

Ein Wink mit dem Zaunpfahl, welcher nun im wahrsten Sinne des Wortes "Gehör" fand.

Sabine Töpperwien überwältigt: "Mich hat es umgehauen."

Das nächste WM-Finale wird mit weiblicher Stimme begleitet.
Das nächste WM-Finale wird mit weiblicher Stimme begleitet.  © Marius Becker/dpa

Der Pionierin inmitten einer Männerdomäne wird nun also zum Abschied mit einer großen Geste gedacht.

"Mich hat es gestern Abend umgehauen, als mir unsere WDR-Programm-Direktorin als Abschiedsgeschenk aus ihrer ARD Runde diese Urkunde überreicht hat", so die Kommentatorin weiter.

Wie es auf der Ehrung weiter heißt, arbeite man nun daran, speziell Frauen dahingehend sattelfest auszubilden, dass diese auch bereit sind, solch geschichtsträchtige Ereignisse souverän und für den Zuhörer angenehm zu kommentieren.

Wer das Spiel letztlich bekommt, ist indes noch nicht klar. Dies wird dann entschieden, wenn es so weit ist.

Es wird bei der Winter-WM 2022 in Katar also in vielerlei Hinsicht ein besonderes Endspiel geben. Und wer weiß, vielleicht ja sogar mit deutscher Beteiligung...

Titelfoto: Dirk Borm/WDR/dpa, Marius Becker/dpa

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