Ex-BVB-Kicker Mkhitaryan zerschießt die Serie A: Bomben-Tor lässt die Roma vom Titel träumen

Rom - Der ewige Henrikh in der ewigen Stadt? Der ehemalige BVB-Akteur Henrikh Mkhitaryan (31) ist inzwischen seit vier Jahren weg von Borussia Dortmund. Seine Einsatzzeiten in seinen Folge-Klubs waren schwankend, ebenso wie seine Leistungen. Doch beim AS Rom läuft alles anders: Der Armenier besticht in Gala-Form und lässt die Roma seit gefühlten Jahrzehnten mal wieder von einem Titel träumen.

Henrikh Mkhitaryan (31) ist in der Serie A obenauf.
Henrikh Mkhitaryan (31) ist in der Serie A obenauf.  © Bernd Thissen/dpa

Drei Jahre spielte der armenische Nationalspieler im Signal Iduna Park für den BVB. Nach einer bärenstarken Debüt-Saison folgte ein ernüchterndes Jahr, ehe er sich in der Spielzeit 2015/16 dann endgültig in die Notizbücher der großen englischen Klubs fest spielte.

Der Abgang sah lange Zeit wie ein Fehler aus. Eine Ehe, die von Beginn an nicht funktionierte: Mkhitaryan und die Premier League. Weder in Manchester konnte er für United überzeugen, noch war er sonderlich konstant beim FC Arsenal.

Inzwischen ist der 31-Jährige in Rom gelandet. Und in der ewigen Stadt blüht er immer mehr auf. Seine Ausbeute in dieser Saison: Sechs Tore und fünf Vorlagen in elf Partien. Lässt sich sehen.

Ebenso sehen lässt sich sein Hammer-Tor vom Wochenende. Gegen den AC Parma zeigte "Micky" einmal mehr seine ganze Klasse. Vor Selbstvertrauen strotzend, giebelte er gegen die "Crociati" so dermaßen einen ein, dass einem jeden Fußballfan das Wasser im Munde zusammenläuft - was für ein Schinken!

Aus gut 25 Metern donnerte er den Ball ebenso schön wie unhaltbar volley in den Knick von Keeper Luigi Sepe (29) - und das aus vollem Lauf.

Apropos Lauf: Das Tor ist ein gemaltes Sinnbild für den Lauf, den sowohl der Armenier als auch die ganze Mannschaft der "Giallorossi" derzeit haben.

Juventus, Inter und Lazio schwächeln - unerwartetes Trio ganz vorne

Für den BVB lief Henrikh Mkhitaryan insgesamt drei Spielzeiten auf.
Für den BVB lief Henrikh Mkhitaryan insgesamt drei Spielzeiten auf.  © Guido Kirchner/dpa

Während die Top-Teams der vergangenen Jahre, um Serienmeister Juventus Turin (derzeit Tabellenvierter), Inter Mailand (Platz fünf) und Lazio Rom (Platz acht), bei Weitem nicht so performen wie sonst, macht es sich das Spitzen-Trio um Tabellenführer AC Mailand, sowie dem Überraschungs-Team aus Sassuolo und eben die Roma auf Rang drei da oben so richtig heimisch.

In dieser Saison scheint vieles möglich. Auch, die Vormachtstellung der Alten Dame aus Turin endlich mal zu brechen.

Also träumt man in Mailand und Rom davon, endlich wieder etwas Tafelsilber nach Hause zu karren. Der Hunger muss gestillt werden, die Hoffnung lebt.

Die Roma will wieder Meister werden, "Micky" ist wieder da

Und mittendrin das eigentlich durch Corona so stark gebeutelte Rom. Vorneweg einer, der nach seiner Dortmunder Zeit nie wirklich wieder glücklich schien.

Egal ob zweiter Frühling oder Form des Lebens: Henrikh Mkhitaryan ist gerade dabei, den Hauptstadt-Klub endlich wieder an die italienische Spitze zu basteln. Die ewige Stadt lebt.

Titelfoto: Bernd Thissen/dpa , Guido Kirchner/dpa

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