Bernd Leno verrät schlimmen Moment, weshalb er keine Kommentare mehr im Internet liest

London (Großbritannien) - In den sozialen Medien gebe es "viele dumme Leute": Das behauptete nun zumindest der deutsche Fußball-Nationalspieler und FC-Arsenal-Torwart Bernd Leno (28). Deshalb interessiere er sich auch nicht mehr für Online-Kommentare.

Laut Bernd Leno (28) ist es "nur Zeitverschwendung", wenn man sich im Netz mit Kommentaren auseinandersetzt.
Laut Bernd Leno (28) ist es "nur Zeitverschwendung", wenn man sich im Netz mit Kommentaren auseinandersetzt.  © Naomi Baker/PA Wire/dpa

Diese strikte Meinung eignete sich der Keeper vor einigen Jahren nach einem äußerst unangenehmen Moment an, wie er nun in einem englischen Interview mit dem Fernsehsender "Sky" verriet.

"Ich hatte ein sehr schlechtes Spiel und dann hat mir irgendein Typ auf Social Media geschrieben, dass ich es 'wie Enke machen' solle", erinnerte sich der 28-Jährige.

Gemeint war damit der ehemalige deutsche Nationaltorhüter Robert Enke, der 2009 im Alter von 32 Jahren wegen Depressionen Selbstmord begangenen hatte. Offensichtlich wurde Leno damit also vorgeschlagen, dass er sich auch umbringen sollte.

Er hätte sowohl in England als auch in Deutschland jede Menge negative Erfahrungen gemacht. Doch dieser Vorfall sei ihm ganz besonders in Erinnerung geblieben, denn "das war verrückt", so Leno.

"Seitdem ich das gelesen habe, merke ich, wie viele dumme Leute es in den sozialen Medien gibt. Das ist der Grund, aus dem ich nichts mehr lese, selbst wenn gerade alles gut läuft", fuhr der Torwart fort.

"Ich brauche das nicht, es bringt mich nicht voran, es ist nur Zeitverschwendung!"

Bernd Leno: "Es gibt viele falsche Leute, die sich hinter Computern verstecken"

Seit 2018 spielt Bernd Leno für den FC Arsenal. Hier fliegt er in einer Partie gegen den englischen Meister Liverpool durch die Lüfte.
Seit 2018 spielt Bernd Leno für den FC Arsenal. Hier fliegt er in einer Partie gegen den englischen Meister Liverpool durch die Lüfte.  © Laurence Griffiths/PA Wire/dpa

Nach welchem Spiel genau er diesen Kommentar erhalten hatte, sagte Leno zwar nicht, aber es sei noch zu seiner Bundesliga-Zeit gewesen. Bevor der Keeper im Sommer 2018 in die Premier League und zu Arsenal London wechselte, hatte er jahrelang für Bayer 04 Leverkusen im Tor gestanden.

"Es gibt so viele falsche Leute, die sich hinter ihren Computern verstecken, um einem ein schlechtes Gefühl zu geben", erklärte er im Sky-Interview. "Oftmals mit Rassismus oder mit Beleidigungen von Familien. Ich mag das nicht, ich lese es nicht."

Auch wenn er keine Kommentare liest, liefert der 28-Jährige seinen Fans dennoch auch heutzutage noch regelmäßig neue Posts auf seinen Social-Media-Kanälen. Auf Instagram kommt er aktuell auf 964.000 Follower, auf Twitter immerhin auf 505.000.

Erfreulicherweise finden sich unter den Beiträgen von Bernd Leno größtenteils positive Kommentare. So erklären ihn seine Fans dort immer wieder zum "besten Torwart der Premier League".

Hier findet Ihr Hilfe

Normalerweise zieht es die Redaktion vor, nicht über das Thema Selbstmord zu berichten. Da sich der Fall des Nationaltorhüters Robert Enke in der Öffentlichkeit zutrug, hat sich die Redaktion entschieden, diese Geschichte zu thematisieren.

Solltet Ihr selbst von Selbstmordgedanken betroffen sein, bei der Telefonseelsorge findet Ihr unter 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123 rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym.

Titelfoto: Naomi Baker/PA Wire/dpa

Mehr zum Thema Fußball International:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0