Werner wird nach Eckball-Fail zum Social-Media-Gespött: Chelsea-Talfahrt geht weiter

London - Läuft nicht bei Timo Werner (24), aber so gar nicht. Bei der 1:3-Niederlage des FC Chelsea am Sonntag gegen Manchester City blieb der Deutsche Nationalspieler das zehnte Mal in Folge ohne eigenen Treffer - und blamierte sich kurz vor Schluss noch beim Eckstoß.

Nationalspieler Timo Werner (24/l) beim Aufwärmen vor der Partie gegen Manchester City. Es sollte die zehnte Partie ohne eigenen Treffer werden.
Nationalspieler Timo Werner (24/l) beim Aufwärmen vor der Partie gegen Manchester City. Es sollte die zehnte Partie ohne eigenen Treffer werden.  © Andy Rain/PA Wire/dpa

Auch der Start ins Jahr 2021 konnte demnach keine Wende bringen - seit Anfang November will das Runde beim 24-Jährigen nicht ins Eckige gehen, wie man so schön sagt.

Dabei hatte Werner kurz vor Weihnachten noch von der klaren Zielsetzung gesprochen, wieder in die Spur zu kommen und ganz oben mitzuspielen: "Wenn wir wieder unsere Form finden, über mehrere Wochen ungeschlagen bleiben, dann haben wir sicher eine Chance auf den Titel."

Pustekuchen, mit sieben Punkten Rückstand auf Tabellenführer Liverpool, die sogar noch ein Spiel weniger auf dem Konto haben als der FC Chelsea, scheint die Meisterschaft in ganz weite Ferne gerückt zu sein.

Für Trainer Frank Lampard (42), der seit Wochen sowieso mit Argusaugen beobachtet wird, ein schweres Pflaster - ein Rauswurf scheint nicht unwahrscheinlich, was der jungen Chelsea-Truppe sicherlich kein zusätzliches Selbstvertrauen schenken würde.

Der Coach suchte allerdings die Schuld bislang bei seinen Spielern. Vor einer Woche nach der Niederlage gegen Arsenal London sagte er angesprochen auf Timo Werner: "Heute hat uns Timo mit und ohne Ball nicht genug gegeben." Das trifft wohl auch auf das Spiel gegen Manchester City zu, in dem der 24-Jährige über 90 Minuten kaum Akzente setzen konnte.

Die Niederlage des FC Chelsea gegen den Manchester City im Video

Werner wird nach Eckball-Fail zum Gespött auf Social Media

Und als wäre die gesamte Situation nicht schon bescheiden genug, leistete sich der Ex-Leipziger in der 88. Spielminute beim Stand von 0:3 dann noch einen Peinlich-Fauxpas: Als er einen Eckball kurz ausführen wollte, trat er beim Versuch den Ball zu erwischen mit dem rechten Fuß gegen die Eckfahne und sank direkt vor Schmerz in sich zusammen.

Es war der traurige Höhepunkt eines (mal wieder) gebrauchten Spieltages für den gebürtigen Stuttgarter.

Gary Lineker (60) twitter direkt: "When it just ain’t your day.", zu deutsch: "Wenn es einfach nicht dein Tag ist."

Bleibt zu hoffen, dass es nicht auch noch "einfach nicht sein Jahr" werden wird.

Aufbauende Worte eines Nationalmannschaftskollegen

Ilkay Gündogan (30), der für das zwischenzeitliche 1:0 der Citizens gesorgt hatte, verteidigte vor der Partie allerdings die immer wiederkehrende Kritik an Timo Werner und auch dessen Mannschaftskollegen Kai Havertz (21): "Generell denke ich, dass es nicht einfach ist, sich schnell an die Premier League anzupassen, wenn man aus einem anderen Land kommt. Und mit der Situation, die jetzt vor sich geht, denke ich, ist es noch schwieriger. Ich denke, dass es ganz normal ist, dass sie sich ein wenig abmühen. Aber sie haben beide unglaubliches Talent. Ich bin sicher, dass sie es in dieser Liga beweisen werden", so der 30-Jährige gegenüber Sky.

Fakt ist aber auch: Sollte sich die Situation nicht frühestens am kommenden Sonntag im Pokalspiel gegen Morecambe deutlich bessern, zählt auch bald die Ausrede "neue Liga" nicht mehr. Der Nationalspieler muss liefern, sonst wird die Luft merklich dünner.

Titelfoto: Andy Rain/PA Wire/dpa

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