Real Madrid mit Mega-Blamage raus aus dem Pokal: Drittligist schafft die Sensation!

Alcoy - Das Favoritensterben geht munter weiter! Real Madrid stieg am Mittwochabend in das spanische Pokalgeschehen im Copa del Rey ein - und musste nach einer 1:2-Niederlage bei Drittligist CD Alcoyano schon wieder die Segel streichen.

Aus, aus, aus! CD Alcoyano feiert nach dem 2:1-Sieg über Real Madrid das Weiterkommen im Pokal.
Aus, aus, aus! CD Alcoyano feiert nach dem 2:1-Sieg über Real Madrid das Weiterkommen im Pokal.  © Jose Breton/AP/dpa

Nach der Runde der letzten 32 war dann schon wieder Schluss. Real Madrid muss sich nach einer aufopferungsvollen Leistung des krassen Außenseiters geschlagen geben.

In der Verlängerung unterlag das Team von Trainer Zinedine Zidane (48) dem Klub aus der Tercvera Division mit 1:2 - und das auch noch in Überzahl!

Ähnlich konsterniert wie die Bayern-Profis nach dem DFB-Pokal-Aus bei Zweitligist Holstein Kiel (TAG24 berichtete) standen die Madrilenen im Anschluss an die Partie auf dem Feld, flüchteten schnell in die Katakomben.

"Wir haben gegen einen Drittligisten gespielt und müssen normalerweise gewinnen. Es ist aber keine Schande, nichts davon. Es kann passieren und passiert in der Karriere eines Fußballers", versuchte sich Zidane nach dem Spiel sichtlich geschockt in Kontenance.

Innerlich dürfte es für den Trainer der Königlichen allerdings anders aussehen. Es sei "ein schmerzhafter Tag", so der einstige Weltfußballer weiter. "Wir machen uns jetzt aber nicht verrückt, sondern arbeiten weiter", richtete er den Blick nach vorne.

Die Freude bei Alcoyano kannte indes natürlich keine Grenzen. Zumal das Momentum über die gesamte Spielzeit eigentlich gar nicht auf der Seite des Underdogs war.

Éder Militao köpft Real in Front, José Solbes und Juanan Casanova drehen die Partie

Real-Trainer Zinedine Zidane (48) mit versteinerten Miene.
Real-Trainer Zinedine Zidane (48) mit versteinerten Miene.  © Jose Breton/AP/dpa

Den ersten Nackenschlag gab es kurz vor der Pause, als der Real-Verteidiger (und gerüchteweise in Gesprächen mit dem FC Bayern stehenden) Éder Militao kurz vor dem Pausenpfiff die Führung für die "Merengues" köpfte (45.).

Es sah nach einem ganz normalen Arbeitssieg für die Königlichen aus.

Doch dann der erste Schock: Zehn Minuten vor dem Ende egalisierte José Solbes die Führung des haushohen Favoriten. Das weiße Ballett konnte dies dann in der regulären Spielzeit nicht mehr reparieren.

Es ging in die Verlängerung.

In der 110. Minute flog dann der Alcoyano Ramón López nach einer Ampelkarte vom Platz. Der nächste Nackenschlag für David - doch den viel umjubelten Sieg über Goliath besiegelte schließlich Juanan Casanova (115.)! Nach einer Hereingabe von Ali Diakité war Casanova am gedankenschnellsten und stach.

Für ein bunt durchrotiertes Real Madrid schließlich nicht mehr zu kitten.

Benzema, Kroos und Hazard werden eingewechselt und bewirken nichts, Zidane in der Schusslinie

Der ebenfalls wie Karim Benzema (33) und Toni Kroos (31) eingewechselte Eden Hazard (30) konnte das Ausscheiden nicht verhindern.
Der ebenfalls wie Karim Benzema (33) und Toni Kroos (31) eingewechselte Eden Hazard (30) konnte das Ausscheiden nicht verhindern.  © Jose Breton/AP/dpa

Nachdem Spieler wie Kapitän Sergio Ramos (34) oder Mittelfeldakteur Luka Modric (35) gar nicht erst angereist waren, konnten die im Verlaufe der Partie eingewechselten Toni Kroos (31), Karim Benzema (33) und Eden Hazard (30) auch nichts mehr am Ausscheiden drehen.

Nicht zuletzt wegen seiner angeworfenen Rotationsmaschine, mit Spielern wie unter anderem Éder Militao, welchem er seit Monaten gar keine Beachtung schenkte, geht das Ausscheiden auch auf das Konto von Zidane.

"Ich bin der Trainer, die Verantwortung trage ich", so der gewohnt gefasst wirkende Trainer.

Den Spielern des Drittligisten war dies allerdings völlig Schnuppe. Der 41-jährige (!) Schlussmann José Juan Figueras fand nach eigener Aussage vor den Kameras "keine Worte".

Man habe "viel gelitten", sei nach diesem Spiel aber völlig außer sich, so der Keeper weiter.

Hier die Copa-del-Rey-Sensation von CD Alcoyano gegen Real Madrid im Video

Nach Real ist nun bereits der zweite hohe Favorit aus dem Copa del Rey ausgeschieden.

Stadtrivale und Tabellenführer der LaLiga, Atlético Madrid, flog ebenfalls bei einem Drittligisten raus. 0:1 hieß es nach 90 Minuten bei UE Cornellà (TAG24 berichtete).

Titelfoto: Jose Breton/AP/dpa

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