Corona-Desaster bei Skandal-Spiel: Benfica-Gegner nur noch zu sechst - Abbruch beim Stand von 0:7!

Lissabon - Was war denn da los? Der Gruppenphasengegner des FC Bayern München in der UEFA Champions League, Benfica Lissabon, hat einen ganz kuriosen Fußballabend erlebt: Im Stadtderby bei Belenenses Lissabon kam es zum Abbruch der Partie kurz nach der Pause. Aufgrund von Corona gingen die Hausherren nur zu neunt ins Spiel - und dezimierten sich in der Folge noch weiter.

Der ehemalige Frankfurter Haris Seferović (29, 2.v.l.) bejubelt einen seiner zwei Treffer.
Der ehemalige Frankfurter Haris Seferović (29, 2.v.l.) bejubelt einen seiner zwei Treffer.  © IMAGO / Sports Press Photo

Kurzfristig gab es satte 17 (!) coronabedingte Ausfälle bei Belenenses. Doch die Partie um 21.30 Uhr, im heimischen Estadio do Jamor, sollte dennoch angepfiffen werden.

Lediglich mit neun Mann stand das Team von Trainer Nunes Candido (42) somit auf dem Platz, darunter mit João Manuel Silva Monteiro (20) und Álvaro Ramalho (22) auch zwei Keeper.

Monteiro begann dabei ohne Torwarthandschuhe, dafür aber im Mittelfeld.

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Und das Corona-Skandalspiel begann dann auch mit einem beinahe erwartbaren Paukenschlag. Bereits in der ersten Spielminute klingelte es zum ersten Mal. Eduardo Kau traf ins eigene Tor und brachte Benfica in Front.

In der Folge waren es der ehemalige Frankfurter Haris Seferović (14., 39.), der ehemalige Dortmunder Julian Weigl (27.), sowie der dreifache Darwin (32., 34., 45.), die das Ergebnis auf 7:0 gegen ein aufgrund des personellen Aderlasses völlig überfordertes Belenenses in die Höhe.

Mit diesem Ergebnis ging es dann in einem denkwürdigen Spiel zum Pausentee, von dem die Hausherren schließlich auch nicht mehr "in voller Stärke" zurückkamen.

Spiel Belenenses Lissabon gegen Benfica Lissabon in der 48. Minute abgebrochen

João Manuel Silva Monteiro (20) sorgte sitzend schließlich für den Spielabbruch. Nach seiner Verletzung wäre sein Team nur noch zu sechst gewesen.
João Manuel Silva Monteiro (20) sorgte sitzend schließlich für den Spielabbruch. Nach seiner Verletzung wäre sein Team nur noch zu sechst gewesen.  © IMAGO / Sports Press Photo

Ein Duo blieb in den Katakomben, sodass das Spiel mit sieben Spielern aufseiten der Gastgeber und mit satter Verzögerung zunächst wieder angepfiffen wurde.

Kurz darauf verletzte sich noch Belenenses-Kicker João Monteiro und konnte nicht mehr weiterspielen.

Die 6096 Zuschauer sahen entsprechend nur noch drei Minuten des zweiten Durchganges, ehe der Unparteiische des Stadtduells, Manuel Mota, die Begegnung abbrach.

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Wieso das Spiel überhaupt stattfand, ist nach aktueller Lage etwas unübersichtlich. Grundsätzlich gilt das örtliche Gesundheitsamt als zuständig.

Jedoch hätte durchaus einer Verlegung des Spiels stattgegeben werden können, hätte - und danach sieht es momentan nicht aus - Belenenses zuvor rechtzeitig eine Verlegung beantragt. Jedoch scheint der Klub dies nicht getan zu haben, weil man unter anderem wohl hoffte, dass durchgeführte PCR-Testungen andere Test-Ergebnisse mit sich bringen würden. Eine Fehleinschätzung.

Wie es jetzt weitergeht, wird sich zeigen.

Belenenses ist auch ohne diesem Spiel in akuter Abstiegsgefahr. Mit acht Zählern aus elf Spielen liegt man auf dem Relegationsplatz 16 in der Tabelle. Benfica liegt mit zwei beziehungsweise einem Punkt hinter dem FC Porto und Stadtrivalen Sporting auf Rang drei.

Titelfoto: IMAGO / Sports Press Photo,

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