David Alaba in Spanien gefeiert: Ablösefreier Transfer sei "Diebstahl des Jahrhunderts"!

Madrid - Diese Zeilen dürften die Verantwortlichen des FC Bayern München nicht gerade gerne gelesen haben! David Alaba (29) und Real Madrid werden in Spanien abgefeiert.

David Alaba (29, u.) hatte im "El Clasico" beim FC Barcelona entscheidenden Anteil am 2:1-Sieg von Real Madrid. Der Ex-Münchner brachte die Königlichen im Camp Nou mit 1:0 in Führung.
David Alaba (29, u.) hatte im "El Clasico" beim FC Barcelona entscheidenden Anteil am 2:1-Sieg von Real Madrid. Der Ex-Münchner brachte die Königlichen im Camp Nou mit 1:0 in Führung.  © dpa/Joan Monfort/AP

Den ablösefreien Wechsel im vergangenen Sommer bezeichnete die "Marca" nun als "der Diebstahl des Jahrhunderts", weil sich der österreichische Nationalspieler bei den Galaktischen so gut macht.

Am späten Mittwochabend verwandelte Alaba in der Champions League beim FC Sheriff Tiraspol einen Freistoß aus halbrechter Position mit links zum 1:0 und brachte Real auf die Siegerstraße.

Am Ende entschied der spanische Spitzenverein die Partie problemlos für sich und feierte dank der folgenden Tore von Toni Kroos (31) und Karim Benzema (33) einen lockeren 3:0-Erfolg. Damit steht die Qualifikation für das Achtelfinale endgültig fest.

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Alaba hat daran großen Anteil, schließlich ist es ihm dank konstant sehr guter Leistungen innerhalb kürzester Zeit gelungen, die gigantischen Fußspuren von Ex-Kapitän Sergio Ramos (35, FC Paris Saint-Germain) schnell auszufüllen und den langjährigen Real-Leader weitestgehend vergessen zu machen. Dabei kommt dem dynamischen Defensivspezialisten auch seine Vielseitigkeit zugute.

Ob als Innenverteidiger, auf der linken Abwehrseite, im Mittelfeldzentrum oder auf dem linken Offensivflügel - Alaba kann auf all diesen Positionen ohne Leistungsabfall agieren und hat sich deshalb schnell Respekt und einen guten Status bei den Königlichen erarbeitet.

Madrids aktueller Übungsleiter und Ex-Bayern-Coach Carlo Ancelotti (62) weiß all das natürlich aus der gemeinsamen Zeit in München und setzt Alaba meist links in der Abwehrzentrale ein, nur selten auf der defensiven Außenbahn.

David Alaba bringt all die Qualitäten, die ihn beim FC Bayern ausmachten, nun bei Real Madrid ein

David Alaba (29) erzielte beim FC Sheriff Tiraspol sein erstes Champions-League-Tor für Real Madrid.
David Alaba (29) erzielte beim FC Sheriff Tiraspol sein erstes Champions-League-Tor für Real Madrid.  © dpa/Sergei Grits/AP

Dort überzeugt er, weshalb die "Marca" zu Recht seine Qualitäten im Aufbau, seine Laufstärke, körperliche Robustheit und Leaderfähigkeiten lobt, die er immer wieder einbringt. So schaltet er sich in den passenden Momenten in die Offensive ein und belebt auch hier die königlichen Auftritte mit seiner Kreativität sowie seinem Siegeswillen.

Diese typischen Bayern-Eigenschaften hat er über Jahre bei seinem Ex-Klub eingebracht und zeigt sie nun auch ohne Anlaufschwierigkeiten bei seinem neuen Verein. Darüber hinaus ist er zweikampfstark, wodurch die Defensive sattelfester als in der durchwachsenen Vorsaison steht.

So ist Alaba unter Ancelotti gesetzt, lief wettbewerbsübergreifend bereits 17-mal für Real auf, schoss zwei Tore und gab drei Vorlagen - für einen Innenverteidiger eine starke Quote, die belegt, dass der 91-fache Nationalspieler ein gutes Gespür dafür hat, wann er sich in den Angriff einschalten kann bzw. muss.

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Zudem sind Freistöße aus halbrechter Position für Alaba reserviert, weil er den Ball mit seinem starken linken Fuß entsprechend gut über die Mauer zirkeln kann - ganz so, wie gegen Tiraspol. In München dürfte man sich deshalb über den ablösefreien Abgang des Eigengewächses ärgern. Schließlich fehlen den Bayern seine Mentalität und mannschaftsdienliche Art.

Titelfoto: dpa/Sergei Grits/AP

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