Wagner, Breitenreiter und Krämer: Drei deutsche Trainer unterschreiben im Ausland!

Europa - Deutsche Coaches sind im Ausland begehrt! Gleich drei bekannte Übungsleiter wurden innerhalb gut eines Tages in der Schweiz und in Belgien als Trainer vorgestellt.

Ex-Schalke-Coach David Wagner (49) übernimmt den Schweizer Meister Young Boys Bern.
Ex-Schalke-Coach David Wagner (49) übernimmt den Schweizer Meister Young Boys Bern.  © dpa/Martin Meissner/AP-Pool

Die neuste Bekanntmachung kommt vom Meister Young Boys Bern. Hier wurde am Donnerstag David Wagner (49) als neuer Coach bekannt gegeben. Der Trauzeuge und sehr gute Kumpel von Jürgen Klopp (53) war seit seinem Aus beim FC Schalke 04 Ende September 2020 vereinslos gewesen.

Nun freut er sich auf die Aufgabe: "Mittlerweile ist allgemein bekannt, dass bei den Young Boys sehr gute Arbeit geleistet und eine klare Philosophie verfolgt wird. Die Erfolge der letzten Jahre, die Art und Weise, wie Fußball gespielt wird, und die Tatsache, dass es immer wieder gelingt, Spieler und Trainer weiterzuentwickeln, sprechen für sich", erklärte er auf der YB-Website.

In Bern wird er Nachfolger von Gerardo Seoane (42), der ab dem 1. Juli bei Bayer 04 Leverkusen unter Vertrag steht. Für Wagner geht die Saison übrigens bereits Ende Juli los. Denn der BSC tritt am 20./21. Juli in der 2. Qualifikationsrunde zur Champions League an und muss dann drei Runden überstehen, um in die Gruppenphase einzuziehen.

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Internationales Flair ist Wagner allerdings schon gewohnt. Schließlich coachte er Huddersfield Town. Mit den "Terriers" stieg er 2017 in die Premier League auf, wo er in der folgenden Saison überraschend die Klasse hielt, ehe er dort am 12. Januar 2019 letztmals auf der Bank saß.

David Wagner ist neuer Trainer der Young Boys Bern

Andre Breitenreiter heuert beim FC Zürich an

Andre Breitenreiter (47) heuert beim FC Zürich an und soll den Verein sportlich voranbringen.
Andre Breitenreiter (47) heuert beim FC Zürich an und soll den Verein sportlich voranbringen.  © dpa/Swen Pförtner

In der Schweiz trifft Wagner mit seinen Young Boys auch auf den FC Zürich - und Andre Breitenreiter (47)! Er war früher ebenfalls bei Schalke tätig und seit seiner Entlassung bei Hannover 96 Ende Januar 2019 vereinslos.

Nun wagt der frühere Angreifer erstmals in seiner Spieler- und Trainerkarriere den Schritt ins Ausland und hat beim FCZ einen Vertrag bis zum 30. Juni 2023 unterschrieben.

Auf der Vereinswebsite verdeutlichte er: "Der FC Zürich gehört zu den Top-Adressen im Schweizer Fußball und ich freue mich sehr auf die neue, spannende Aufgabe. (...) Mein Ziel ist es, die Mannschaft weiterzuentwickeln und attraktiven Offensivfußball anzubieten. Klar ist, dass wir unsere sportlichen Ziele nur als Team erreichen können. Dazu gehört nicht nur die Mannschaft, sondern auch das Team hinter dem Team sowie die MitarbeiterInnen in der Geschäftsstelle."

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Breitenreiter hat noch einen weiteren Wunsch: "Ich hoffe, dass wir im Letzigrund bald wieder vor Fans spielen können, denn deren Unterstützung ist immens wichtig."

In der abgelaufenen Saison landete Zürich nur auf dem achten von zehn Plätzen, weshalb eine Veränderung auf der Trainerposition von den Verantwortlichen für notwendig erachtet wurde.

Stefan Krämer übernimmt KAS Eupen in Belgien

Stefan Krämer (54) ist in der neuen Saison Erstliga-Coach in Belgien.
Stefan Krämer (54) ist in der neuen Saison Erstliga-Coach in Belgien.  © Picture Point/Gabor Krieg

Zudem übernimmt Stefan Krämer (54) die KAS Eupen. Der langjährige Drittliga-Coach unterschrieb beim belgischen Erstligisten einen Vertrag über zwei Jahre, der laut den Angaben auf der Klub-Homepage nur für die Jupiler League gilt.

In Deutschland war er zuletzt beim KFC Uerdingen aktiv, wurde dort allerdings Mitte April entlassen. Zuvor coachte er auch den 1. FC Magdeburg, FC Rot-Weiß Erfurt, FC Energie Cottbus und Arminia Bielefeld.

Krämer erklärte: "Die sehr guten Gespräche mit den Vereinsverantwortlichen haben dafür gesorgt, dass ich es kaum abwarten kann, am Montag in die Vorbereitung auf die neue Saison zu starten."

Die Königliche Allgemeine Sportvereinigung landete in der vergangenen Saison auf einem grundsoliden zwölften Platz von 18 Teams und hielt damit die Klasse.

Eupen liegt unweit der Grenze nahe Aachen und zählt zur Deutschsprachigen Gemeinschaft in Ostbelgien. Die Amtssprache dort ist Deutsch, weshalb es auch immer wieder Profis aus dem Nachbarland in die Gegend zieht.

In der abgelaufenen Saison waren beispielsweise der frühere Nationalspieler Andreas Beck (34) und Keeper Robin Himmelmann (32) für die KAS aktiv. Nun folgt also Krämer als Coach. Der dynamische Fußballlehrer darf sich in der kommenden Spielzeit auf Duelle mit dem RSC Anderlecht, KRC Genk oder Standard Lüttich freuen.

Titelfoto: dpa/Swen Pförtner/Martin Meissner/AP-Pool

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