Dunkle Mächte am Werk? Coach beschuldigt Gegner wegen toter Fledermaus der Hexerei!

Kamerun - Sind wir hier in einem Fantasy-Film? Nein, der Coach der Fußball-Nationalmannschaft von Simbabwe meint, dass Gegner Kamerun Hexerei benutzt hat, um das Spiel gegen sein Team zu gewinnen.

Eine tote Fledermaus sorgte für Aufregung! (Symbolbild)
Eine tote Fledermaus sorgte für Aufregung! (Symbolbild)  © 123RF/photoguns

Das gelang dem Gastgeber der Afrikanischen Nationenmeisterschaft 2021 nämlich auch. Die unzähmbaren Löwen schlugen die Krieger dank eines Traumtores von Salomon Charles Banga per Fallrückzieher in der 72. Minute vor den Augen von FIFA-Präsident Gianni Infantino (50) mit 1:0.

Ob das jedoch dunklen Mächten geschuldet ist? Das darf zumindest stark angezweifelt werden. Zdravko Logarusic (58), der kroatische Trainer von Simbabwe, ist zumindest auf einem Foto zu sehen, das ihn vor dem Anpfiff zeigt.

Dort hält er einen Zettel in die Kamera, auf dem "Witchcraft in Cameroon" (zu Deutsch: "Hexerei in Kamerun") steht. Davor ist eine tote Fledermaus zu sehen, die auf dem Mittelkreis liegt - ein Opfer, um mithilfe von Magie die Partie für sich zu entscheiden?

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Unwahrscheinlich! Kamerun war gegen Außenseiter Simbabwe schließlich der klare Favorit und hatte mit Kapitän und Ex-HSV-Profi Jacques Zoua (29) auch einen namhaften Angreifer in seinen Reihen, der momentan aber vereinslos ist. Der Sieg kommt daher nicht überraschend.

Er wurde übrigens von Zuschauern bejubelt. Das Stadion Ahmadou Ahidjo in Yaoundé war zu einem Viertel gefüllt. An die Sicherheitsabstände wurde sich stellenweise nicht gehalten, auch Masken hatten viele Anhänger nicht auf, wie Fotos bei Twitter belegen. Stattdessen sind beim Torjubel viele Fans zu sehen, die dicht an dicht jubeln und schreien.

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Für Simbabwe dürfte es auch in den Partien gegen Burkina Faso (20. Januar, 20 Uhr) und Mali (24. Januar, 20 Uhr) schwer werden, Punkte zu holen und die Gruppenphase zu überstehen.

Schließlich gab Logarusic beim Online-Portal Goal zu, dass seine Akteure teilweise acht oder neun Monate nicht mehr gespielt hätten. Denn in Simbabwe wurde die Liga wegen des Coronavirus unterbrochen. Da der Coach aber fast nur Kicker aus der heimischen Liga nominiert hat, ist es wenig verwunderlich, dass ihnen der Rhythmus fehlt.

Dennoch gab sich Logarusic kämpferisch und sagte, dass man sich verbessern wolle und alles geben werde.

Titelfoto: 123RF/photoguns

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