Es gibt bereits Gespräche: Neureicher Premier-League-Club will Werner

Newcastle upon Tyne/London - Grade erst ist Newcastle United um unzählige Millionen reicher geworden, schon soll die große Shoppingtour des Vereins aus der Premier-League beginnen. Ganz oben auf der Liste: Der deutsche Nationalspieler Timo Werner (25)!

Timo Werner (25) ist beim FC Chelsea noch nicht vollends eingeschlagen.
Timo Werner (25) ist beim FC Chelsea noch nicht vollends eingeschlagen.  © dpa/Kirsty Wigglesworth

Denn auch wenn der Stürmer vom FC Chelsea in seiner Zeit auf der Insel immer wieder heftig kritisiert wurde, ist der junge Angreifer nach wie vor heiß begehrt. Erst kürzlich wurde berichtet, dass der spanische Meister Atlético Madrid an Werner interessiert ist.

Nun steigt der nächste Club in den Werner-Poker ein. Newcastle United hat Interesse vermeldet, berichtete die Sport-Bild. Es soll sogar schon regen Kontakt mit Werners Agenten gegeben haben, wie die Daily Mail mitteilte. Die "Magpies" (Elstern) haben also gute Karten.

Nicht nur scheint Werner wechselwillig zu sein: Er konnte sich seit Juli 2020 noch immer nicht so richtig bei den West-Londonern durchsetzen und sieht sich seit Kurzem der Konkurrenz von Sturm-Koloss Romelu Lukaku (28) ausgesetzt. Auch hat Newcastle das passende Kleingeld für den Transfer.

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Denn der ehemalige Traditionsverein aus dem äußersten Norden Englands wurde vor wenigen Tagen für umgerechnet ca. 350 Millionen Euro durch ein vom saudischen Staatsfonds angeführtes Konsortium übernommen. Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman (36) hat Großes vor.

Er gilt als riesiger Fan des englischen Fußballs und will Newcastle zu einem der größten Clubs der Welt machen.

Mohammed bin Salman (36), der umstrittene Kronprinz Saudi-Arabiens.
Mohammed bin Salman (36), der umstrittene Kronprinz Saudi-Arabiens.  © dpa/Saudi Press Agency

Newcastle plant große Transfer-Offensive

Doch Werner alleine reicht dafür selbst in absoluter Topform wohl kaum aus. Der ehemalige Kicker von RB-Leipzig ist nicht das einzige Ziel des Scheich-Clubs.

So soll Newcastle laut dem italienischen Sport-Newsportal calciomercato auch an Juves Mittelfeldspieler Adrien Rabiot (26) dran sein. Auch Niklas Süle (26) von den Bayern steht Berichten zufolge auf der List von bin Salman.

Als einer der ersten möglichen Transfers machte der Name Philippe Coutinho (29) die Runde. Der Spieler vom FC Barcelona läuft seit Jahren seiner Form hinterher und wäre womöglich von dem gewagten Schritt zu überzeugen.

Erst vor wenigen Tagen wurde außerdem berichtet, dass Ralf Rangnick (63) und Lucien Favre (63) als Trainerkandidaten gehandelt werden.

Es wird sich vermutlich viel tun im nächsten Transferfenster.

Ist die Übernahme moralisch vertretbar?

Angesichts des plötzlichen Geldregens und der womöglich rosigen Zukunft zeigten sich die nordenglischen Fans begeistert - zumindest wenn man den Insta-Bildern des Clubs glaubt.

Denn natürlich gab es auch kritische Stimmen. Auch wenn man die Club-Übernahme durch umstrittene Geldgeber in der Premier League gewöhnt ist, so ist Mohammed bin Salman doch ein besonders zwielichtiger Charakter.

So soll er die Tötung eines kritischen Journalisten befohlen haben und ist auch sonst für jede Menge Leid und Unrecht im Nahen Osten verantwortlich.

Werden die Fans ihrem Club nun in Massen den Rücken zukehren? Damit ist wohl eher nicht zu rechnen.

Titelfoto: Fotomontage:dpa/Saudi Press Agency, dpa/Kirsty Wigglesworth

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