Festnahme wegen Vergewaltigungs-Vorwurf! Nächster Fußball-Profi abgeführt

Piräus - Nach Pep-Kicker Benjamin Mendy (27) trifft es den nächsten international bekannten Fußballer! Rúben Semedo (27) vom griechischen Erstligisten Olympiakos Piräus wurde am Sonntagabend von der örtlichen Polizei festgenommen. Der Grund: Vorwurf der Vergewaltigung einer Minderjährigen!

Rúben Semedo (27, M.) wird von Beamten abgeführt. Hat er sich an einer 17-Jährigen sexuell vergriffen?
Rúben Semedo (27, M.) wird von Beamten abgeführt. Hat er sich an einer 17-Jährigen sexuell vergriffen?  © IMAGO/ANE Edition

So soll sich der dreifache portugiesische Nationalkicker am vergangenen Samstagabend in einer griechischen Bar mit einer 17-Jährigen zu einem Drink verabredet haben.

Wie unter anderem die Marca schreibt, habe er sie im Anschluss in sein Haus nach Glyfada gefahren und vor Ort sexuell belästigt.

Weiter heißt es, dass auch noch eine zweite Person in den Fall involviert gewesen sein soll.

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Rúben Semedo kommt aus der Jugend von Sporting Lissabon. 2017 kaufte ihn der FC Villarreal für 14 Millionen Euro. Über die Stationen SD Huesca (Spanien) und Rio Ave FC (Portugal) ging es 2019 schließlich zu Olympiakos Piräus nach Griechenland.

Diese Wechsel kamen jedoch nicht von ungefähr.

Seine fußballerische Laufbahn wurde nämlich schon häufiger von privaten Eskapaden überschattet, welche seine Karriere bedrohten und für die er sogar bereits über Monate in U-Haft saß!

Rúben Semedo war bereits wegen versuchten Totschlags angeklagt

Semedo (r.) spielte sogar dreimal für die portugiesische A-Nationalmannschaft.
Semedo (r.) spielte sogar dreimal für die portugiesische A-Nationalmannschaft.  © Armando Franca/AP/dpa

Im Februar 2018 wurde er unter anderem wegen Kidnapping und Raub festgenommen.

So soll er mit zwei Mittätern einen Mann verschleppt, körperlich gequält und schließlich ausgeraubt haben.

Auch eine Schusswaffe soll zur Einschüchterung zum Einsatz gekommen sein.

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Wenige Monate vor dieser Tat soll er zudem nach einer Auseinandersetzung in einer Bar eine Pistole gezückt und Personen bedroht haben.

Für den Vorwurf des versuchten Totschlags im Zusammenhang mit der Entführung standen für ihn in Spanien schließlich 15 Jahre Haft auf dem Spiel!

Fünf Jahre Bewährung und achtjähriges Einreiseverbot in Spanien

Erst im Juli 2018 wurde er nach einem halben Jahr und Zahlung einer Kaution in Höhe von 30.000 Euro aus der Untersuchungshaft entlassen.

Sein Geständnis wirkte sich letztlich vergleichsweise milde auf den Ausgang des Verfahrens aus. So bekam er neben einer Geldstrafe in Höhe von etwa 46.000 Euro lediglich eine fünfjährige Bewährungsstrafe sowie ein achtjähriges Einreiseverbot für Spanien.

Nun also der erneute und nicht unerhebliche Konflikt mit dem Gesetz.

Bleibt abzuwarten, ob der Innenverteidiger noch einmal den Weg auf den Fußballplatz findet, oder ob er nun deutlich ernsthaftere rechtliche Konsequenzen zu befürchten hat. Noch am Dienstag soll er der Staatsanwaltschaft vorgeführt werden.

Titelfoto: IMAGO/ANE Edition

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