PSG-Hammer: Zahlen die Scheichs keine Kohle? Klub schuldet Spielern über 20 Millionen Euro!

Paris (Frankreich) - Wo sind die ausgehandelten Scheich-Millionen? Die Spieler des französischen Serienmeisters Paris Saint-Germain sollen Medienberichten zufolge seit Monaten auf über 20 Millionen Euro Boni warten.

Bis auf im Finale der UEFA Champions League räumten die Kicker von Parsi Saint-Germain in der vergangenen Saison nahezu alles ab.
Bis auf im Finale der UEFA Champions League räumten die Kicker von Parsi Saint-Germain in der vergangenen Saison nahezu alles ab.  © Matthew Childs/Pool Reuters/AP/dpa

Die Saison 2019/20 war die erfolgreichste der Klub-Geschichte. Nur die Final-Niederlage in der UEFA Champions League gegen den FC Bayern München verwehrte den Franzosen um Ex-Coach Thomas Tuchel (47) den maximalen Erfolg.

Doch so gut die "Les Rouge-et-Bleu" auf dem Feld auch performten, so ungemütlich wird es langsam im Bereich der Finanzen.

Nicht, dass der vom katarischen Geschäftsmann Nasser Al-Khelaifi (47) geführte Verein Pleite wäre, sondern viel mehr wohl ein vom sportlichen Leiter Leonardo (51) getätigter Alleingang soll daran Schuld sein.

Der 51-Jährige habe nämlich zu Beginn der vorangegangenen Saison unter anderem mit dem inzwischen beim FC Chelsea mit Trainer Tuchel wiedervereinten Ex-Kapitän Thiago Silva (36), ein lukratives Prämien-Paket für die Spieler geschnürt.

Nachdem die Truppe dann neben Meisterschaft und Pokal auch noch Ligapokal und dem Superpokal holte, führte der Weg in der Königsklasse bekanntermaßen bis ins Finale nach Lissabon.

Entsprechend sollte es für die Spieler noch einmal ordentlich Boni aufs ohnehin schon gut gedeckte Girokonto geben.

Doch die in Summe über 20 Millionen Euro wurden laut der L'Equipe bislang nicht gezahlt.

Individuelle Prämien sind geflossen, "Team-Geld" lässt weiter auf sich warten

Ex-PSG-Kapitän Thiago Silva (36, l.) und Thomas Tuchel (47, r.) arbeiten nun auch beim FC Chelsea zusammen.
Ex-PSG-Kapitän Thiago Silva (36, l.) und Thomas Tuchel (47, r.) arbeiten nun auch beim FC Chelsea zusammen.  © Richard Heathcote/PA Wire/dpa

Das "Prämien-Programm" bei Paris soll, anders als üblich, nicht spielweise, sondern erfolgsabhängig vom jeweiligen Wettbewerb gebündelt oder in zwei Raten am Ende der Saison ausgeschüttet werden.

Die nun in Summe etwa eine Million Euro pro Spieler wurden jedoch noch nicht überwiesen.

Die individuellen Boni, also die, für die jeder Spieler und dessen Beraterteam selbst zuständig sind, stehen normal im "Arbeitsvertrag" und wurden beglichen. Nicht jedoch die Team-Boni.

Der Klub scheint sich entsprechend aktuell um die Zahlung der achtstelligen Summe zu winden.

PSG windet sich um Zahlung, welche Rolle spielt Leonardo?

Klub-Boss Nasser Al-Khelaifi (47, l.) und Sportlicher Leiter Leonardo (51, r.).
Klub-Boss Nasser Al-Khelaifi (47, l.) und Sportlicher Leiter Leonardo (51, r.).  © David Ramos/Pool Getty/AP/dpa

Grund für das Zögern des Klubs soll Corona sein.

Auch wenn man in der französischen Hauptstadt im Geld zu schwimmen scheint, treffen auch die Scheichs die über 200 Millionen Euro, die bisher aufgrund der Pandemie verloren gingen.

Hinzu kommt, dass es im ersten Lockdown, in dem die Ligue 1 als eine der wenigen Top-Ligen den Spielbetrieb komplett einstellte, die Spieler den vom Verein gewünschten Gehaltsverzicht in Höhe von 30 Prozent verweigerten.

Entsprechend scheinen sich die Verantwortlichen nun um die Zahlung der von Leonardo verhandelten Millionen drücken zu wollen.

Inwiefern diese Abreden vom Klub überhaupt und in diesem Maße gestützt wurden, oder ob der Sportdirektor einen finanziellen Alleingang startete, ist unklar.

Titelfoto: Matthew Childs/Pool Reuters/AP/dpa

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