Zahavi und Co: Jetzt geht die FIFA den Spieler-Beratern an den Kragen!

Zürich - FIFA will schärfere Regeln! Der Fußball-Weltverband will das Geschäft mit den Lizenzspielern wieder deutlich transparenter und vor allem professioneller werden lassen. Zügel, die man noch vor wenigen Jahren deutlich lockerte, sollen nun wieder merklich angezogen werden.

Berater Pini Zahavi (77) und sein Klient David Alaba (28) befinden sich aktuell im Clinch mit dem FC Bayern München. (Bildmontage)
Berater Pini Zahavi (77) und sein Klient David Alaba (28) befinden sich aktuell im Clinch mit dem FC Bayern München. (Bildmontage)  © Barbara Gindl/APA/dpa , Mike Egerton/Empics/dpa

Das Vertrags-Hick-Hack zwischen dem FC Bayern München und seiner Identifikationsfigur David Alaba (28) sorgt dieser Tage für heftige Schlagzeilen.

Mittendrin auch der von Ehren-Präsident Uli Hoeneß (68) vor wenigen Wochen als "geldgieriger Piranha" bezeichnete Spieler-Agent Pini Zahavi (77).

Man könne es exemplarisch sehen, für den Profi-Fußball-Markt und auch den der Spieleragenten im Hintergrund.

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Nun lässt sich über die Professionalität Zahivis sagen was man will, er ist allerdings einer der größten Fische (oder Piranhas) im Agenten-Teich.

Die FIFA ist allerdings bestrebt, wieder ein entsprechendes Lizenzsystem einzuführen, welches man 2015 einst in den Wind schoss. Über entsprechend zu belegende Kurse müssen die Berater ihre Eignung für den Beruf immer wieder kontrollieren und auffrischen. 

Hauptziel dabei ist es somit, neben der Professionalität später auch die finanzielle Transparenz gewähren zu können.

Provisions-Obergrenze und schärfere Spielregeln bei den Verhandlungen

Die FIFA will bei den Beratern die Zügel wieder etwas anziehen.
Die FIFA will bei den Beratern die Zügel wieder etwas anziehen.  © Ennio Leanza/KEYSTONE/epa/dpa

"Das ist kein Projekt gegen die Berater, sondern für die Berater", so Emilio García Silvero, der FIFA-Rechtsabteilungs-Direktor, für den die Berater dennoch "eine wichtige Rolle im Fußballgeschäft" spielen.

Weiterhin soll es auch eine Obergrenze für Provisionen geben. Diese sollen nicht in unermessliche Sphären steigen. Ein Punkt, an dem Zahavi dann wohl schon im Boot sitzen dürfte. 

Eine Provision im dicken zweistelligen Millionenbereich, so sickerte es durch verschiedenste Medien, habe er für eine Unterschrift seines Klienten Alaba vom FC Bayern verlangt.

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Satte 560 Millionen Euro an Provisionen flossen im vergangenen Jahr an die Agenten.

Zudem soll es untersagt werden, dass einzelne Berater oder Beraterfirmen in Verhandlungen gleich mehrere Verhandlungsparteien sind oder zumindest an diesen beteiligt sind.

Titelfoto: Barbara Gindl/APA/dpa , Mike Egerton/Empics/dpa , Ennio Leanza/KEYSTONE/epa/dpa

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