Götze und PSV schrammen an Blamage vorbei, Mourinho watscht seine Spurs nach Peinlich-Pleite ab

Nikosia - Die UEFA Europa League bietet Spektakel! Neben den beiden deutschen Vertretern Bayer 04 Leverkusen und TSG 1899 Hoffenheim, waren mit Mario Götze (28) und Philipp Max (27) zwei deutsche Ex-Bundesliga-Profis im Einsatz. Mit dem PSV Eindhoven entgingen sie nur knapp einem empfindlichen Dämpfer auf Zypern, während Jose Mourinhos Tottenham Hotspurs in Belgien verloren.

Oliver Baumann (l, 30) leitete mit seinem gehaltenen Elfmeter den Sieg der Hoffenheimer ein. Trainer Sebastian Hoeneß wusste, wo er sich zu bedanken hatte.
Oliver Baumann (l, 30) leitete mit seinem gehaltenen Elfmeter den Sieg der Hoffenheimer ein. Trainer Sebastian Hoeneß wusste, wo er sich zu bedanken hatte.  © Uwe Anspach/dpa

Zunächst: Die TSG aus Hoffenheim machte ihre Hausaufgaben mehr als gründlich und wies dem belgischen Vertreter KAA Gent seine Grenzen auf. 

Gegen den ehemaligen Heidenheimer und FC-Bayern-Eigengewächs Niklas Dorsch (22), fuhr man durch die Tore von Belfodil (36.), Grillitsch (52.), Gacinovic (73.) und Dabbur (90.+4) einen ebenso verdienten wie ansehnlichen 4:1-Erfolg in der Fremde ein. 

Vorausgegangen war allerdings ein von Keeper Oliver Baumann gehaltener Foulelfmeter in der 14. Spielminute. 

Der ehemalige Freiburger Tim Kleindienst (23), welcher gemeinsam mit Dorsch im Sommer von Heidenheim nach Gent gewechselt war, erzielt in der dritten Minute der Nachspielzeit noch das zwischenzeitliche 1:3 aus Genter Sicht.

Deutlich schwerer tat sich da dann schon der doch recht hochdekorierte Kader der Tottenham Hotspurs in der belgischen Fremde. 

Das Team von Jose Mourinho verlor am Ende verdient mit 0:1 bei Royal Antwerpen. 

Mourinho lobt Gegner und "klagt" eigene Mannschaft an

Jose Mourinho (57) sprach nach dem Spiel gegen Antwerpen Klartext.
Jose Mourinho (57) sprach nach dem Spiel gegen Antwerpen Klartext.  © Francois Walschaerts/AP/dpa

Beinahe königlich fiel anschließend das Lob des "Special One" für den derzeitigen Tabellenführer der Jupiler Pro League aus.

"Ich würde ja lieber den Gegner loben, weil er ein tolles Spiel gezeigt hat, und nicht uns für ein schreckliches Spiel anklagen. Aber ich muss beides tun", so der 57-Jährige nach der Partie und watschte seinen Mannen gleichzeitig ab.

Der Portugiese drohte hinter vorgehaltener Hand, indem er vor den Reportern klar machte, dass "meine zukünftigen Entscheidungen sehr einfach sein werden." Ein Wink an ebenjene, die von ihm mit diesem Spiel "eine Chance" bekamen sich zu zeigen. Er selbst "lerne auch jeden Tag dazu", so Mourinho weiter.

Die eingewechselten Superstars um Harry Kane und Rückkehrer Gareth Bale konnten "Mou's" erste Europa-League-Niederlage seit 2016 indes auch nicht mehr abwenden.

Einer Pleite entging derweil der von Roger Schmidt trainierte PSV aus Eindhoven nur knapp. 

Beim zyprischen Underdog von Omonia Nikosia sah es lange Zeit nach einer Überraschung aus.

Traumtor der Marke "Tor des Monats" stellte PSV Eindhoven vor große Probleme

Mann des Spiels: Donyell Malen traf beim Last-Minute-Sieg des PSV Eindhoven doppelt.
Mann des Spiels: Donyell Malen traf beim Last-Minute-Sieg des PSV Eindhoven doppelt.  © Petros Karadjias/AP/dpa

In der 29. Minute zog Jordi Gomez einfach mal aus der eigenen Hälfte ab und überraschte RB-Leipzig-Leihgabe Yvon Mvogo, der sich weit vor dem Eindhovener Tor postierte, damit auf dem völlig falschen Fuß - 0:1.

Noch vor der Pause glich Donyell Malen für die Niederländer aus (40.), ehe ebendieser in der zweiten Minute der Nachspielzeit für kollektives Aufatmen beim neuen Klub von Weltmeister Mario Götze sorgte und den 2:1-Siegtreffer markierte.

Neben dem Ex-Dortmunder und dem ehemaligen Augsburger Philipp Max, feierte auch der vom FC Bayern München ausgeliehene Adrian Fein (21) ein siebenminütiges Europa-League-Debüt.

Einen Last-Minute-Treffer à la Donyell Malen hätte sich wohl auch die Werkself aus Leverkusen gewünscht.

Bayer mit bitterer Pille: Erste Saisonniederlage nach Bellarabi-Rot

Karim Bellarabi (30) sieht nach dem Foul gegen Lukas Provod den zweiten Platzverweise seiner Karriere.
Karim Bellarabi (30) sieht nach dem Foul gegen Lukas Provod den zweiten Platzverweise seiner Karriere.  © Petr David Josek/AP/dpa

Allerdings verlor das Bayer-Kreuz bei Slavia Prag nach 70-minütiger Unterzahl mit 0:1. Das Tor des Abends schoss Peter Olayinka (80.).

Begünstigt durch die doch recht harte Entscheidung des schottischen Schiedsrichters William Collum, Karim Bellarabi nach einer Grätsche bereits in der 22. Spielminute mit glatt Rot unter die Dusche zu schicken, verlor die Elf von Peter Bosz erstmals in dieser Saison überhaupt ein Pflichtspiel.

Titelfoto: Petros Karadjias/AP/dpa , Francois Walschaerts/AP/dpa

Mehr zum Thema Fußball International:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0