Transferhammer? Wechselt ein brasilianischer Kultstürmer in die Bundesliga?

Brasilien - Wechselt er mit 34 Jahren erstmals in eine der großen Ligen? Muskelpaket Hulk könnte in die 1. Bundesliga wechseln.

Hulk (r.) stand auch beim legendären 7:1-Sieg der deutschen Nationalmannschaft im WM-Halbfinale 2014 für Brasilien auf dem Platz. Hier versucht er, sich gegen Bastian Schweinsteiger (M.) und Jérôme Boateng zu behaupten.
Hulk (r.) stand auch beim legendären 7:1-Sieg der deutschen Nationalmannschaft im WM-Halbfinale 2014 für Brasilien auf dem Platz. Hier versucht er, sich gegen Bastian Schweinsteiger (M.) und Jérôme Boateng zu behaupten.  © imago images / Fotoarena International

Im Interview mit der brasilianischen Sportzeitung "Lance!" sagte der wuchtige Angreifer, dessen Kontrakt bei Shanghai SIPG noch bis zum 31. Dezember 2020 läuft: "Ich werde meinen Vertrag nicht verlängern. Seit der Bekanntgabe habe ich viele Angebote aus Brasilien und einigen europäischen Ländern wie der Türkei, Portugal, England, Spanien, Italien und Deutschland erhalten."

Darüber hinaus sei auch eines aus China dabei: "Jeden Tag kommen mehr Angebote", so der 48-fache brasilianische Nationalspieler (elf Tore).

Im Winter dürfte er daher eine große Auswahl haben, was laut Hulk auch an seinem "starken Namen auf dem Markt" liegt. Den Rest wolle er jedoch erst einmal "seinen Beratern überlassen" und sich nun wieder auf seine Arbeit in der chinesischen Millionenmetropole konzentrieren.

Dorthin war der Paradiesvogel für die satte Ablösesumme von knapp 56 Millionen Euro im Sommer 2016 vom russischen Spitzenklub Zenit St. Petersburg gewechselt.

Wenig überraschend ragt er in China wegen seiner körperlichen Wucht, Technik und Dribbelstärke heraus. Für SIPG erzielte er in 126 Einsätzen 69 Tore und gab 53 direkte Vorlagen - eine großartige Quote, die beweist, dass er für diese Liga viel zu stark ist.

Highlight-Video von Hulk

Hulk ist vor allem aus seiner Zeit beim FC Porto und Zenit St. Petersburg bekannt

Doch sein Millionengehalt dürfte ihn über die fehlenden sportlichen Herausforderungen hinweggetröstet haben. Hier wird es für interessierte Erstligisten aus Deutschland dann allerdings ein entscheidendes Problem geben: denn ob Hulk bei seinem vielleicht letzten Vertrag in seiner Karriere bereit ist, auf viel Geld zu verzichten, erscheint zumindest fraglich.

So dürften sich in der Bundesliga nur Spitzenvereine seine Dienste leisten können. Ob die ihn im fortgeschrittenen Fußballeralter holen wollen?

Bisher überzeugte er sportlich allerdings auf all seinen Stationen. 2005 verließ er den Esporte Clube Vitória und sein Heimatland erstmals - und wechselte überraschenderweise nach Japan zu Kawasaki Frontale (14 Spiele, drei Tore, eine Vorlage).

Weitere Stationen waren Hokkaido Consadole Sapporo (41 Einsätze, 26 Treffer, ein Assist) und Tokyo Verdy (56 Partien, 45 Tore, eine Vorlage). 

Erst dann, im Sommer 2008, wagte er den Schritt nach Europa und schloss sich für 5,5 Millionen Euro Ablöse dem portugiesischen Top-Klub FC Porto an, wo er sich großartig entwickelte: 77 Treffer und 61 Assists in 169 Einsätzen standen am Ende für Hulk zu Buche.

Vier Jahre später ging es für ihn in Russland bei Zenit weiter, das 40 Millionen Euro Ablöse für das Kraftpaket zahlte. Er zahlte es mit starken Leistungen zurück: 76 Tore und 60 Vorlagen in 148 Spielen belegen das. Man darf gespannt sein, für welchen Verein er im kommenden Jahr aufläuft.

Titelfoto: imago images / Fotoarena International

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