Wahnsinnige Ronaldo-Show: Erst Tätlichkeit, dann Elfer verballert, dann Last-Minute-Doppelpack!

Faro - Was für ein Finish! Cristiano Ronaldo (36) hat am Mittwochabend im WM-Qualifikationsspiel der Portugiesen gegen Irland einmal mehr bewiesen, was für ein Exzentriker er ist. Der ManUnited-Rückkehrer sicherte mit zwei Last-Minute-Treffern den Gastgebern den 2:1-Sieg und doch bleibt ein fader Beigeschmack.

Mit dem klaren Ziel von drei Punkten traten die Portugiesen rund um Cristiano Ronaldo (36) gegen Irland an. Doch der Abend begann für CR7 mit einem Fehlschuss aus elf Metern.
Mit dem klaren Ziel von drei Punkten traten die Portugiesen rund um Cristiano Ronaldo (36) gegen Irland an. Doch der Abend begann für CR7 mit einem Fehlschuss aus elf Metern.  © Isabel Infantes/PA Wire/dpa

Es war ein packendes Duell in der WM-Quali-Gruppe A.

Irland reiste nach zwei Niederlagen aus den ersten beiden Spielen zum Tabellenführer der Gruppe.

Das Team rund um den BVB-Legionär Raphaël Guerreiro (27) und Superstar Cristiano Ronaldo wollte den nächsten wichtigen Schritt in Richtung Katar machen.

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Dazu galt es, den dritten von vier möglichen Dreiern gegen das Team von Stephen Kenny (49) zu holen.

Und das Spiel begann direkt furios. Ronaldos neuer Teamkollege auf Klubebene, Bruno Fernandes (26), wurde nach einer Viertelstunde im Strafraum zu Fall gebracht. Ganz so eindeutig war die Situation für das Schiri-Gespann um den Slowenen Matej Jug (40) nicht. Nach Minuten des Videobeweises zeigte der Referee dennoch auf den Punkt.

Natürlich schnappte sich Cristiano Ronaldo den Ball und legte ihn auf den Elfmeterpunkt. Der 22-jährige Dara O'Shea spitzelte das Spielgerät jedoch weg.

Dem 36-Jährigen brannten dann plötzlich die Sicherungen durch und er verpasste dem Jungspund eine Ohrfeige. Dieser sank theatralisch zu Boden.

Tätlichkeit von CR7? Ohrfeige erhitzt die Gemüter

Ob Ronaldo ihn wirklich erwischte, war nicht ganz aufzulösen. Dennoch einer DER Aufreger der Partie. CR7 durfte entsprechend weiterspielen und trat mit Verzögerung nun doch an - und verschoss.

Der gerade einmal 19-jährige Gavin Banuzu parierte!

Und es sollte sogar noch schlimmer kommen für die Hausherren. So erzielte John Egan (28) kurz vor der Pause den Führungstreffer für die Gäste (45.).

Portugal mit 72 Prozent Ballbesitz und 29:6 Torversuchen gegenüber Irland: Doch eine irre Schlussphase killt die Gäste

Die Iren kämpften und bissen. Doch der erste Sieg war den Vorderleuten des jungen Keepers Gavin Banuzu (19, r.) nicht vergönnt.
Die Iren kämpften und bissen. Doch der erste Sieg war den Vorderleuten des jungen Keepers Gavin Banuzu (19, r.) nicht vergönnt.  © IMAGO / Inpho Photography

Portugal mühte sich gegen gut organisierte Gäste von der Insel. Doch der beinahe erdrückende Ballbesitz von satten 72 Prozent ließ sich in nichts Zählbares ummünzen.

Torschüsse gab es zwar zur Genüge, zwingend sollte es jedoch vorerst nicht werden.

Da waren es schon eher die Konter der Gäste, die gefährlich wurden - bis zur 89. Minute!

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Nach einer Flanke von rechts stieg der fünfmalige Weltfußballer Ronaldo am höchsten und konnte seinen Kopfball so setzen, dass der junge Banuzu letztlich doch noch überwunden wurde.

Es sollte der Auftakt einer furiosen Nachspielzeit werden. Die Mannen rund um CR7 und den bereits zur Pause für den glücklosen Rafa eingewechselten RB-Leipzig Angreifer André Silva (25) drückten noch einmal mächtig aufs Gaspedal.

Am Ende standen unter anderem irre 29:6 Torschüsse auf der Habenseite der Portugiesen. Und einer davon landete dann noch zum viel umjubelten Siegtreffer in den Maschen der Iren.

Cristiano Ronaldo kopiert seinen ersten Treffer und lässt die Portugiesen jubeln

Cristiano Ronaldo (36) machte einmal mehr den Unterschied.
Cristiano Ronaldo (36) machte einmal mehr den Unterschied.  © IMAGO / NurPhoto

Wieder war es Cristiano Ronaldo, welcher - beinahe mit einer Kopie seines ersten Tores - den goldenen Treffer zum 2:1 markierte (90.+6).

Erneut per Kopf, nur diesmal zusammen mit frenetischem Jubel. Gleichzeitig ein besonders bitterer Schlag für die unermüdlich kämpfenden Iren.

Der Kapitän des Europameisters von 2016 riss sich das Trikot vom Leib und zelebrierte nicht nur sein furioses Tor-Finish standesgemäß, sondern auch, dass er nun endlich den Iraner Ali Daei (52) in den Geschichtsbüchern hinter sich lassen konnte.

Daei (109 Treffer) war bis zu diesem Tage gemeinsam mit dem Portugiesen der erfolgreichste Länderspieltorschütze der Welt.

Doch der 36-jährige Exzentriker aus Funchal markierte nun seine Treffer 110 und 111, steht damit jetzt alleine an der Spitze. Und ebnete seinem Land mit dem Doppelschlag zudem den Weg in Richtung der WM 2022.

Titelfoto: IMAGO / NurPhoto

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