Mailand brennt! Ibrahimovic und Lukaku kurz vor Schlägerei, "Ibra" fliegt, Siegtreffer in 90.+6!

Mailand - Was für ein Spektakel! Im Viertelfinale der Coppa Italia schenkten sich die Stadtrivalen Inter und AC Mailand keinen Grashalm. Und inmitten des Mailänder Gladiatorenkampfes: die beiden Sturmgranaten Romelu Lukaku (27) und Zlatan Ibrahimovic (39).

Zlatan Ibrahimovic (39, l.) setzte dem Mailänder Derby in vielerlei Hinsicht einen Stempel auf. Seinen Treffer zur zwischenzeitlichen Führung bejubelte er unter anderem mit Alessio Romagnoli (M.) und Tomori Fikayo (r.).
Zlatan Ibrahimovic (39, l.) setzte dem Mailänder Derby in vielerlei Hinsicht einen Stempel auf. Seinen Treffer zur zwischenzeitlichen Führung bejubelte er unter anderem mit Alessio Romagnoli (M.) und Tomori Fikayo (r.).  © Jonathan Moscrop/CSM

Es war ein "Derby della Madonnina" das an gleichermaßen längst vergangene wie auch glorreiche Tage zurückerinnern lässt.

Beim 2:1-Sieg von Inter Mailand über den ewigen Rivalen und Stadionnachbarn AC, flogen die Fetzen, wurden Karten verteilt und vor allem kochten auch die Emotionen hoch.

Doch der Reihe nach.

Inmitten einer Inter-Drangphase netzte Zlatan beinahe aus dem nichts zur Führung der Rossoneri (31.). Der schwedische Exzentriker bewies nach einer Meité-Kopfballvorlage erneut seine Kaltschnäuzigkeit und erzielte von der Strafraumgrenze bereits seinen 14. Treffer im 15. Pflichtspiel in der laufenden Saison.

Und Inter? Die Blau-Schwarzen spielten unbeirrt weiter, hatten auch weiterhin deutlich mehr von der Partie.

Zu einem Treffer langte es bis zur Pause jedoch nicht mehr. Viel eher trafen zwei andere aufeinander: "König Ibra" und sein Nerazzurri-Pendant Romelu Lukaku!

Beide tauschten nämlich kurz vor dem Pausentee die ein oder andere verbale Nettigkeit aus. Und beinahe kam es zum handfesten Showdown. Der Belgier (1,91 Meter, 94 Kilo) stand mit dem Schweden (1,95 Meter, 95 Kilo) plötzlich Kopf an Kopf gegenüber. Da brannte die Luft.

Es ging um die Mutter des einen worauf der andere Einladungen verteilte, sich in der Kabine einmal näher auszutauschen.

Zlatan Ibrahimovic und Romelu Lukaku liefern sich bis in die Kabine ein hitziges Wortgefecht

Kopf an Kopf stehen sich die beiden Alphatiere Ibahimovic (2.v.l.) und Romelu Lukakau (27, 2.v.r.) gegenüber. Ibras Teamkollegen versuchen die Situation zu schlichten.
Kopf an Kopf stehen sich die beiden Alphatiere Ibahimovic (2.v.l.) und Romelu Lukakau (27, 2.v.r.) gegenüber. Ibras Teamkollegen versuchen die Situation zu schlichten.  © Antonio Calanni/AP/dpa

Beide Streithähne verloren letztlich nicht gänzlich die Nerven, konnten getrennt werden und sahen jeweils den gelben Karton vom Unparteiischen Paolo Valeri.

Bis in die Katakomben fauchten sich die beiden Büffel jedoch noch weiter an, ehe sie sich 15 Minuten lang beruhigen konnten.

Und das gelang dem Einen besser als dem Anderen. Völlig unnötig holte "Ibra" nämlich in der 58. Minute Lukakus Mitspieler Aleksandar Kolarov gelbwürdig von den Beinen. Valeri zückte die Ampelkarte, der König verließ das Spielfeld.

Die Rossoneri war fortan darauf bedacht, die dünne Führung irgendwie ins Ziel zu retten.

Es misslang. Milans Rafael Leão holte Inters Nicolò Barella im Strafraum von den Beinen (70.). Den fälligen Strafstoß verwandelte ausgerechnet Zlatans größten Widersacher an diesem Abend: Romelu Lukaku (71.).

Eingewechselter Christian Eriksen wird zum absoluten Matchwinner

Christian Eriksedn (28, M.) ist der viel umjubelte Held eines denkwürdigen Abends im Giuseppe-Meazza-Stadion.
Christian Eriksedn (28, M.) ist der viel umjubelte Held eines denkwürdigen Abends im Giuseppe-Meazza-Stadion.  © Antonio Calanni/AP/dpa

Der in der Serie A mit zwei Punkten hinter Tabellenführer AC liegende Zweite drückte nun weiter auf den Power-Knopf, wollte die Entscheidung noch vor dem Ende der regulären Spielzeit.

Und Inter wurde belohnt.

In der sechsten Minute der Nachspielzeit schlug nämlich die Stunde von Christian Eriksen (28).

Der in der Modestadt alles andere als glückliche Däne wurde in der 88. Minute für Marcelo Brozović eingewechselt und schlenzte einen Freistoß aus 19 Metern akkurat und bildschön in die Maschen von Donnarumma-Vertreter Ciprian Tătărușanu.

Was für ein Schlusspunkt im Drama von Mailand!

Hier die Highlights des packenden Coppa-Italia-Viertelfinales zwischen Inter Mailand und AC Mailand

Das Giuseppe Meazza kochte wie in besten Zeiten - und das sogar ohne Zuschauer. Man möge sich kaum ausmalen, wie das ehrwürdige Stadion im Nordwesten Mailands mit Tifosi gebrannt hätte...

Im Halbfinale wartet auf die Schwarz-Blauen dann der Sieger der Partie zwischen Juventus Turin und dem Zweitliga-Vertreter AC Spal Ferrara.

Titelfoto: Antonio Calanni/AP/dpa

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