Jesse Marsch kommt als Double-Sieger nach Leipzig: Salzburg zum achten Mal in Folge Meister

Salzburg/Leipzig - Mit dem 2:0 über Rapid Wien krönte RB Salzburgs Coach Jesse Marsch (47) seine Zeit in der Mozartstadt mit dem zweiten Double nacheinander und den maximal möglichen Titeln – das gelang vorher nur Oscar Garcia (48) in den Jahren 2016 und 2017.

Jesse Marsch (47) hat allen Grund zur Freude, kann er sich mit zwei Titeln aus Salzburg verabschieden. Ab kommender Saison wird er Chef-Coach bei RB Leipzig sein.
Jesse Marsch (47) hat allen Grund zur Freude, kann er sich mit zwei Titeln aus Salzburg verabschieden. Ab kommender Saison wird er Chef-Coach bei RB Leipzig sein.  © Krugfoto/APA/dpa

Im Moment des erneuten Triumphs kamen dem 47-jährigen US-Amerikaner die Tränen. "Ich gebe immer mein Herz. Nach diesen zwei Jahren auf Wiedersehen zu sagen, fällt unglaublich schwer, denn die Zeit war so schön", sagte er nach dem vorzeitigen Gewinn der achten österreichischen Fußball-Meisterschaft in Serie.

Für Salzburg ist es die zwölfte Meisterschaft in der 16-jährigen Red-Bull-Ära. Zum achten Mal holten sich die "Bullen" das Double, zum dritten Mal in Serie.

Vor Marsch war es Gladbachs Coach Marco Rose gelungen. Wie Rose wechselt nun auch Marsch in die Bundesliga – zum Schwesterklub RB Leipzig.

Nach dem Schlusspfiff zogen sich die Salzburger am Mittwochabend T-Shirts mit einer großen 8 auf der Vorderseite an und posierten hinter einem Transparent mit der Aufschrift "Serienmeister 2020/21".

Übergabe der Meisterschale vor 3000 Fans möglich

Diesmal noch ohne Fans können die Salzburger aber bei der Übergabe der Meisterschale im letzten Heimspiel am 22. Mai gegen die WSG Tirol wohl auf 3000 Zuschauer im Stadion hoffen.

"Es ist so schade, dass unsere Fans heute nicht dabei sein können. Umso schöner ist es, dass wir nächste Woche mit Fans feiern dürfen. Wir alle als Menschen brauchen soziale Bindung", sagte Marsch.

Seit 2014 ging nur ein Titel nicht an Salzburg – 2018 holte Sturm Graz den Pokal. Für Rapid-Trainer Dietmar Kühbauer (50) ist Salzburgs Dominanz wohl mittelfristig nicht zu brechen. Der Rückstand zu Salzburg sei zwar schon mal größer gewesen.

"Durch die Möglichkeiten, die Red Bull hat, sind sie aber weit weg von den anderen Mannschaften. Sie spielen in einer anderen Liga", meinte Kühbauer.

Titelfoto: Krugfoto/APA/dpa

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