Jürgen Klopp gibt zu: Ein Krankenhaus-Video rührte ihn zu Tränen!

Liverpool - Jürgen Klopp (52) meldet sich zu Wort! Der Kulttrainer des FC Liverpool stand dem vereinseigenen TV-Sender in einem Videointerview Rede und Antwort. 

Jürgen Klopp bleibt diszipliniert zu Hause und tauscht sich über die Sozialen Medien mit seinen Spielern aus. 
Jürgen Klopp bleibt diszipliniert zu Hause und tauscht sich über die Sozialen Medien mit seinen Spielern aus.  © Adam Davy/PA Wire/dpa

Gleich zu Beginn meinte der Coach zur Isolation wegen des Coronavirus: "Es ist zwei Wochen her, aber es fühlt sich wie eine Ewigkeit an". 

Er erinnert sich dabei an das Champions-League-Achtelfinal-Rückspiel gegen Atletico Madrid. Da sei ihm die Vorbereitung schwergefallen, weil er von der sich zuspitzenden Lage rund um das Coronavirus gehört hatte.

"Normalerweise kann ich Barrieren links und rechts bauen, wenn ich ein Spiel vorbereite", so Klopp. Das sei in diesem Fall aber richtig schwierig gewesen.

Zur aktuellen Lage befragt, meinte er: "Normalerweise verstehe ich mehr von den Dingen, über die ich Rede. Wie könnte ich diese Situation um Corona erklären", fragte er mit einem süffisanten Lächeln.

"In meinem Job, in meinem Leben stelle ich mich vielen Problemen, komplett anderen als jetzt", betonte er und erklärte: "Ich bin eine komplett lösungsorientierte Person. Normalerweise bin ich nicht wirklich an einem Problem interessiert, sondern nehme es als Information und arbeite umgehend an der Lösung. In diesem Fall aber: keine Chance für mich"!

Er sei sich sicher, dass es gelöst wird, aber nicht "kurzfristig". Er habe deshalb auch die Fragen "meiner Jungs", also der Spieler des FC Liverpool nicht beantworten können. Man tausche sich aber in einem "sehr großen Gruppenchat" aus. "Das hilft enorm", erklärte Klopp und fügte hinzu, dass "die Laune gut sei". 

Jürgen Klopps ausführliches Interview mit dem TV-Sender des FC Liverpool:

Jürgen Klopp musste bei "You'll Never Walk Alone Video" laut eigener Aussage "weinen"

Jürgen Klopp rührte ein Video aus einem Krankenhaus zu Tränen. 
Jürgen Klopp rührte ein Video aus einem Krankenhaus zu Tränen.  © Martin Rickett/PA Wire/dpa

Klopp zeigte auf, wie sich die Lage innerhalb weniger Wochen extrem verändert hat. Vor fünf Wochen habe noch jedes Land zuerst auf sich geschaut. 

Jetzt allerdings "zeigt uns die Natur, dass wir alle gleich sind und dieselben Probleme im selben Moment haben." Es sei "nichts Gutes an dieser Situation, außer, was wir daraus lernen". 

Er hoffe, dass man in der Zukunft auf diese Phase positiv zurückblicke: "Wir alle müssen diszipliniert sein, zusammenarbeiten, uns um andere kümmern. Das ist die Lösung für dieses Problem."

Doch nicht alle können zu Hause bleiben, was auch Klopp weiß, weshalb er die vielen Menschen lobte, die die Gesellschaft mit ihrer Arbeit am Leben halten und nannte ein Beispiel. 

Ihm wurde ein Video zugesendet, "von den Menschen im Krankenhaus. Auf der einen Seite die Leute, die vermutlich außerhalb der Notaufnahme arbeiten und als sie 'You'll Never Walk Alone' sangen, musste ich sofort weinen", gab "Kloppo" zu.

Er verdeutlichte: "Sie sind es gewohnt, anderen Menschen zu helfen. Wir müssen uns erst daran gewöhnen."

Klopp mit Appell: "Je disziplinierter wir sind, desto schneller werden wir unser Leben wiederkriegen"

Jürgen Klopp wünscht sich, dass der Fußball bald wieder losgeht, hält sich aber an die empfohlenen Maßnahmen und bleibt zu Hause.
Jürgen Klopp wünscht sich, dass der Fußball bald wieder losgeht, hält sich aber an die empfohlenen Maßnahmen und bleibt zu Hause.  © Rui Vieira/AP/dpa

Das imponiert dem früheren Coach von Borussia Dortmund und des 1. FSV Mainz 05: "Ich könnte das nicht mehr bewundern und wertschätzen."

Auch deshalb halte er daheim durch, gibt aber bezüglich der Mitarbeiter und Spieler Liverpools zu: "Ich vermisse alle."

Dann richtete er noch einen Appell an alle: "Fußball ist nicht die wichtigste Sache auf der Welt." Aber, um "den Fußball so schnell wie möglich zurückzubekommen", meinte Klopp: "Je disziplinierter wir jetzt sind, desto schneller werden wir Stück für Stück für Stück unser Leben wiederkriegen."

Schließlich könne man noch "einige Dinge tun" und müsse sich nun an die Regeln halten, etwa an die "soziale Distanz". 

Die Kurve müsse abflauen, sagte er zu den Coronavirus-Fallzahlen, das sei jetzt "die wichtigste Sache".

Man müsse jetzt "Herz zeigen". Er selbst könne es "nicht mehr erwarten", dass der Fußball wieder losgeht. 

Alle Infos im +++ Coronavirus-Liveticker +++

Titelfoto: Rui Vieira/AP/dpa

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