Kein Erling Haaland, kein Kylian Mbappe: Real Madrid ist der große Transfer-Verlierer!

Madrid - Wie soll der Umbruch bei den Königlichen vonstattengehen? Real Madrid hat weder Erling Haaland (21), noch Kylian Mbappe (23) von einem Wechsel in die spanische Hauptstadt überzeugen können.

Erling Haaland (21) wechselt von Borussia Dortmund zu Manchester City und hat sich gegen einen Transfer nach Spanien zu den Galaktischen entschieden.
Erling Haaland (21) wechselt von Borussia Dortmund zu Manchester City und hat sich gegen einen Transfer nach Spanien zu den Galaktischen entschieden.  © Ina FASSBENDER/AFP

Dabei hatte der Champions-League-Finalist eigentlich auf eine Verpflichtung von beiden Weltklasse-Angreifern gehofft. Mit ihnen hätte man eine neue Ära starten und eine frische, junge sowie hungrige Mannschaft aufbauen können.

Daraus wird nun nichts. Haaland schließt sich bekanntlich dem frisch gebackenen englischen Meister Manchester City an, während sich Mbappe doch ziemlich überraschend für eine Verlängerung seines auslaufenden Vertrages beim FC Paris Saint-Germain entschieden hat.

Der französische Weltmeister von 2018 bleibt nun - Stand jetzt - bis zum 30. Juni 2025 bei PSG und will in den nächsten Jahren dafür sorgen, dass der französische Titelträger auch mal die Königsklassen-Trophäe in die Höhe stemmen kann.

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Zwar gibt es in der Fußballwelt mehrere weitere herausragende Spieler, doch dass die Galaktischen nicht automatisch jeden Profi bekommen, um den sie intensiv geworben haben, verletzt das eigene Selbstverständnis zutiefst - und auch das der Spanier und von LaLiga.

Denn dass sich Akteure gegen einen Wechsel nach Madrid entscheiden, ist eher die Ausnahme. Selbst dann, wenn sie so begehrt sind wie Haaland und Mbappe.

Kylian Mbappe wendete sich in einem offenen Brief an Real Madrid

Kylian Mbappe (23) hat seinen auslaufenden Vertrag beim FC Paris Saint-Germain um drei Jahre verlängert und Real Madrid ebenfalls abgesagt.
Kylian Mbappe (23) hat seinen auslaufenden Vertrag beim FC Paris Saint-Germain um drei Jahre verlängert und Real Madrid ebenfalls abgesagt.  © Anne-Christine POUJOULAT/AFP

Letzterer entschuldigte sich nach dem Aufruhr, den seine Entscheidung in Spanien ausgelöst hatte, fast schon in einem offenen Brief.

Er schrieb: "Ich möchte auch Real Madrid und dem Präsidenten Florentino Perez aufrichtig danken. Ich erkenne das Glück und Privileg an, von einer so großartigen Institution gewollt zu sein. Ich verstehe ihre Enttäuschung, sie entspricht meinen Zweifeln. Ich werde ihr erster Fan beim Champions-League-Finale in Paris, meiner Heimat, sein."

Dass er sich für das Geld und nicht für das sportlich möglicherweise bessere Projekt von Real entschieden hat, ist für viele spanische Medien offensichtlich und trifft den Nagel auf den Kopf. Denn natürlich regiert auch in der Fußballwelt das Geld.

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Paris hat Nasser Al-Khelaifi (48) als Präsidenten, der ein geschätztes Vermögen 250 Millionen Euro hat. Dazu ist er auch noch in mehreren anderen hochrangigen Postionen seines Heimatlandes Katar aktiv, weshalb nicht selten davon die Rede ist, dass PSG irgendwo auch in den Händen des Ölstaats Katar ist.

Und der hat viel, viel Kohle zur Verfügung, während Real in den vergangenen Jahren deutlich vernünftiger gewirtschaftet hat und sich keine Mega-Transfers leistete - trotzdem warf man Paris aus der Champions League und steht im Endspiel.

LaLiga und Bundesliga befürchten, den Anschluss an die Premier League und PSG zu verlieren

Real Madrid hatte Kylian Mbappe (23) als wichtigstes Transferziel für den Sommer auserkoren. Dass er nicht kommt, ist ein schwerer Rückschlag für die Planungen der Königlichen.
Real Madrid hatte Kylian Mbappe (23) als wichtigstes Transferziel für den Sommer auserkoren. Dass er nicht kommt, ist ein schwerer Rückschlag für die Planungen der Königlichen.  © Anne-Christine POUJOULAT/AFP

Doch mittel- und langfristig macht man sich natürlich auch in Madrid Gedanken und Sorgen um die sportliche Zukunft. Schließlich will man weiter in der absoluten Weltspitze mitspielen.

Mittlerweile stehen viele Stars aber in England oder bei PSG unter Vertrag, weshalb die Galaktischen und auch der FC Barcelona auf allerhöchstem Niveau den Anschluss zu verlieren drohen - also genau das Szenario, das in Deutschland und der Bundesliga schon seit einigen Jahren erhitzt diskutiert wird.

Allerdings schießen Geld und Qualität zwar Tore, doch es ist auch in Zukunft nicht zu erwarten, dass bei Real, Barca oder dem FC Bayern München auf einmal nur noch sportliche "Gurken" herumlaufen.

Diese und weitere Klubs werden, sofern alles halbwegs normal läuft, auch weiterhin schlagkräftige Kader haben, die solche vermeintlichen Übermannschaften, die sich oft nur auf ihre individuelle Klasse verlassen, schlagen können.

Von daher: Nur keine Panik, sondern nach anderen Spielern und Möglichkeiten suchen, um die Qualität zu erhöhen!

Titelfoto: Anne-Christine POUJOULAT/Ina FASSBENDER/AFP

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