Arsenal-Fans sauer wegen Corona-Staatshilfen für die Gunners: "Es ist so peinlich"

London - Stattliches Corona-Hilfsgeld für die Gunners! Der FC Arsenal hat einen Kredit bei der Bank of England bekommen. Aufgrund der Pandemie bekommt Premier-League-Klub umgerechnet satte 133 Millionen Euro!

Mikel Arteta (m.), Trainer des FC Arsenal, gratuliert seinen Spielern nach dem Sieg über den Stadtrivalen FC Chelsea. Finanziell gibt es nun auch etwas Grund, zu lächeln.
Mikel Arteta (m.), Trainer des FC Arsenal, gratuliert seinen Spielern nach dem Sieg über den Stadtrivalen FC Chelsea. Finanziell gibt es nun auch etwas Grund, zu lächeln.  © Julian Finney/Pool Getty Images/AP/dpa

In den vergangenen Tagen brodelte die Gerüchteküche, nun bestätigten die "Gunners" diesen Schritt auf ihrer Homepage.

So erhalten die Londoner rund um den Noch-Arsenal-Profi Mesut Özil (32) einen Turbobetrag von der englischen Zentralbank. Diesen müssen sie dann bis Mai inklusive Zinsen zurückzahlen, heißt es.

"Während wir weiterhin die Auswirkungen der weltweiten Pandemie auf unsere Finanzen verarbeiten, können wir heute bestätigen, dass der Verein die von der Bank of England festgelegten Kriterien für die Covid Corporate Financing Facility (CCFF) erfüllt hat", heißt es vonseiten des Klubs.

Man nehme somit entsprechend "einen kurzfristigen Kredit in Höhe von 120 Millionen Pfund (etwa 133 Millionen Euro Anm. d. Red.) auf, um die Auswirkungen der durch die Pandemie verursachten Einnahmeverluste teilweise zu bewältigen."

Dass der Verein finanziell etwas in Schieflage geraten ist, ist schon etwas länger bekannt. So wurden (teils auch langjährige) Vereinsmitarbeiter teilweise sogar entlassen. Sogar das Stadionmaskottchen hätte dran glauben müssen, wäre der Ex-Nationalspieler Mesut Özil nicht bereit gewesen, dessen Gehalt weiterzuzahlen.

Nun also das Darlehen der englischen Zentralbank.

"Es ist so peinlich": Fans des FC Arsenal haben wenig Verständnis

Der FC Arsenal bekommt ein paar Scheine von der englischen Zentralbank geliehen.
Der FC Arsenal bekommt ein paar Scheine von der englischen Zentralbank geliehen.  © Chris Radburn/PA Wire/dpa

Das Verständnis für diesen Schritt ist indes nicht bei allen gegeben. Die "Gunners" haben in den letzten Jahren häufig tief in die Tasche gegriffen, sei es für (zu) hohe Ablösesummen oder für exorbitante Gehälter.

Heraus kam ein Transferminus von etwa 340 Millionen Euro innerhalb der letzten fünf Jahre.

"Dies ist ein ähnlicher Ansatz, wie er von einer Vielzahl von großen Organisationen in vielen Branchen, einschließlich des Sports, verfolgt wird", versucht sich der 13-fache englische Meister indes zu erklären.

Dass der Klub so etwas nötig hat, macht viele Fans betroffen. Einige Twitter-User machen ihrem Ärger indes Luft: "Es ist so peinlich" schreibt einer, "Das wirft jetzt noch mehr Fragen auf" ein weiterer.

Andere nehmen es mit sogar Ironie: "Dann können wir ja endlich Messi verpflichten", so ein schnippischer Kommentar.

Auch Stadtrivale Tottenham Hotspur hat Corona-Hilfen bekommen

Neben Arsenal haben nur Stadtrivale Tottenham Hotspur und der englische Verband die Staatshilfen beantragt.

Finanziell können die "Gunners" entsprechend nun ein wenig aufatmen. Sportlich müssen sie indes gewaltig zulegen. In der Liga läuft man auf Rang elf liegend mit 23 Punkten aus 17 Partien deutlich der Musik und den eigenen Erwartungen hinterher.

Titelfoto: Julian Finney/Pool Getty Images/AP/dpa, Chris Radburn/PA Wire/dpa

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