Mamma mia, Kloppo! Was ist nur mit dem FC Liverpool los?

Neapel - Mamma mia, das tat richtig weh! Champions-League-Finalist FC Liverpool hat zum Auftakt in die neue Spielzeit in der Königsklasse in Italien eine Tracht Prügel verpasst bekommen.

Jürgen Klopp (55) weiß, dass ein Team gerade nicht als Einheit funktioniert, weiß aber nicht, warum.
Jürgen Klopp (55) weiß, dass ein Team gerade nicht als Einheit funktioniert, weiß aber nicht, warum.  © Agostino Gemito/PA Wire/dpa

Das Team vom deutschen Erfolgstrainer Jürgen Klopp (55) erlebte im Stadio Diego Armando Maradona sein blaues Wunder.

Mit 4:1 nahm der SSC Neapel die Engländer nach allen Regeln der Kunst auseinander. Schon zur Halbzeit führten die Neapolitaner mit 3:0. Piotr Zielinski (28) verwandelte einen Elfmeter zum 1:0 nach nur fünf Minuten, André-Frank Zambo Anguissa (26) erhöhte in der 31. Minute auf 2:0 und kurz vor der Pause markierte Giovanni Simeone (27) das 3:0 (44.).

Dabei hielt Liverpools Torhüter Alisson (29) sogar noch einen Elfmeter in der 18. Minute. Klopp rannte nach dem Halbzeitpfiff in die Kabine, konnte aber nicht in der Kürze der Zeit an den entscheidenden Stellschrauben drehen.

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Nach der Pause setzte es erneut durch Zielinski das 0:4 (47. Minute). Das 1:4 durch Luis Diaz (25) zwei Minuten später war nicht einmal mehr Ergebniskosmetik.

Bittere Liverpool-Pleite in Neapel: Klopp bemängelt fehlenden Teamgeist

Ein ratloser Mo Salah und feiernde Neapolitaner: Der FC Liverpool erlebte in Italien sein blaues Wunder.
Ein ratloser Mo Salah und feiernde Neapolitaner: Der FC Liverpool erlebte in Italien sein blaues Wunder.  © Andrew Medichini/AP/dpa

Klopp wirkte nach der Niederlage angeschlagen und gezeichnet, fand aber auch klare Worte. "Das ist schwer zu verdauen. Wir haben sehr, schlecht gespielt und versuchen, Situationen alleine in Dribblings zu lösen. Wir spielen nicht als eine Einheit, als Team. Warum das so ist, weiß ich nicht. Aber es ist mein Job, das herauszufinden", machte der 55-Jährige klar.

Seine Mannschaft, die in der vergangenen Saison noch Vizemeister wurde, im Champions-League-Finale stand, den FA-Cup und den Liga-Cup gewann, ist meilenweit von einer guten Form entfernt.

Am Mittwochabend wirkte bei den "Reds" alles behäbig, mental wie körperlich. Den ehrgeizig, schnell und mit Spielwitz auftretendem SSC hatten die hochdekorierten Spieler nichts entgegenzusetzen.

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"Wir müssen uns neu erfinden. Wir lassen viele Dinge vermissen. Wir müssen ein Set-up finden, wie wir in allem besser werden können", weiß Klopp. In der Premier League läuft es nicht viel besser, da steht Liverpool nach sechs Spielen nur auf Rang sieben und hat zu Tabellenführer FC Arsenal sechs Punkte Rückstand.

Jürgen Klopp weiß: "Die Wolves kommen aus dem Lachen nicht mehr heraus!"

Bereits am Samstag kommen die Wolverhampton Wanderers an die Anfield Road und Klopp weiß: "Wenn die das Spiel heute gesehen haben, kommen sie aus dem Lachen gar nicht mehr raus. Für sie ist es der perfekte Moment, um gegen uns zu spielen."

Dass Klopp nun ähnlich die Thomas Tuchel (49) bei Chelsea seine Sachen packen muss, ist eher unwahrscheinlich. Denn zwischen Trainer, Vereinsführung und Bossen stimmt es noch in Liverpool, der Rückhalt für den deutschen Coach ist noch da.

Wie lange er allerdings Zeit hat, um das "richtige Set-up", wie er sagt, zu finden, bleibt abzuwarten.

Titelfoto: Agostino Gemito/PA Wire/dpa

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