ManCity-Gala von Horror-Szene überschattet: Pep-Verteidiger minutenlang regungslos am Boden!

Manchester - Der designierte Premier-League-Vizemeister Manchester City hat am Mittwochabend, beim Re-Start nach der Corona-Pause, dem FC Arsenal London seine Grenzen aufgewiesen. Der ungefährdete 3:0-Erfolg von den Mannen des Ex-Bayern-Trainers Pep Guardiola, war nach Schlusspfiff allerdings zweitrangig. Grund hierfür: Ein Horror-Crash von City-Verteidiger Eric Garcia (19) mit seinem Team-Kollegen, Torwart Ederson (26).

Ederson, der Keeper der Citizens. Der Brasilianer räumte seinen Vordermann Garcia ungestüm, allerdings auch unabsichtlich weg.
Ederson, der Keeper der Citizens. Der Brasilianer räumte seinen Vordermann Garcia ungestüm, allerdings auch unabsichtlich weg.  © Dave Thompson/AP/dpa

Beim Stand von 2:0 für die Citizens wurde Arsenals Sturm-Rakete Pierre-Emerick Aubameyang mit einem langen Ball in die Spitze geschickt. 

Verfolgt von den City-Verteidigern Kyle Walker und Eric Garcia lief er in Richtung Sechzehner.

Alle drei Spieler blickten ausschließlich zum Ball, sodass keiner von ihnen den aus seinem Tor kommenden Ederson bemerkte.

Dieser ging volles Risiko und köpfte den Ball etwa 18 Meter vor seinem Gehäuse aus der Gefahrenzone. 

Dabei rauschte er allerdings ungebremst in Garcia. Dieser sah Ederson nicht kommen, ging zu Boden und blieb sofort reglos liegen.

Der eingewechselte Fernandinho sah den Zusammenprall aus nächster Nähe, war der Erste, der sofort sah, wie Garcia auf dem Rasen lag.

Schockierte Gesichter bei Spielern und Betreuern

City-Verteidiger Eric Garcia wird fixiert auf der Trage vom Feld getragen.
City-Verteidiger Eric Garcia wird fixiert auf der Trage vom Feld getragen.  © Laurence Griffiths/Nmc P/PA Wire/dpa

Der Spanier wurde in der Folge minutenlang auf dem Platz behandelt. Im ohnehin schon leisen Etihad-Stadium wurde es noch stiller. 

Die Spieler und Betreuer beider Teams beobachteten die schrecklichen Bilder der Erstversorgung mit teils versteinerten Mienen.

Garcia wurde dann auf einer Trage fixiert und mit Atemmaske vom Platz geschafft.

Da Guardiola zu diesem Zeitpunkt bereits fünf Mal gewechselt hatte, spielten die Skyblues den Rest der Spielzeit in numerischer Gleichzahl weiter.

Vor leeren Rängen gelang City-Youngster Phil Foden dann sogar in der Nachspielzeit das 3:0 gegen völlig überforderte Gunners (90+1).

Guardiola: "Wir werden weitere Tests machen"

Pep Guardiola (49) dachte nach der Partie nur an seinen Verteidiger Garcia.
Pep Guardiola (49) dachte nach der Partie nur an seinen Verteidiger Garcia.  © Mike Egerton/PA Wire/dpa

Für Pep und sein Team gab es nach dem Spiel jedoch nur ein Thema: Der erst 19 Jahre junge Garcia. 

"Wir sind wirklich besorgt" so Guardiola nach dem Spiel über seinen Landsmann. "Er hat ganz gut reagiert, aber wir müssen warten. Er war bei Bewusstsein, was ein gutes Zeichen ist. Wir werden einen weiteren Test machen."

Eric Garcia, der überraschend in der Startformation gestanden hatte, wurde in ein Krankenhaus eingeliefert.

Rein sportlich entwickelte sich die Wiederaufnahme des Liga-Betriebs für den FC Arsenal hingegen zu einem Fiasko.

Mittendrin der Brasilianer David Luiz (33), der durch einen schlimmen Patzer kurz vor dem Pausentee das 1:0 der Gastgeber durch Raheem Sterling begünstigte (45+2). 

Nach seinem Trikot-Zupfer gegen Citys Mahrez im eigenen Sechzehner sah er zudem kurz nach Wiederbeginn den roten Karton (49.).

Den fälligen Strafstoß verwandelte der an diesem Abend einmal mehr bestens aufgelegte Ex-Wolfsburger Kevin de Bruyne (51.).

Özil nicht im Arsenal-Kader, Klopps Meisterparty verschoben

Zu allem Überfluss verletzten sich sowohl der ehemalige Mönchengladbacher Granit Xhaka als auch Pablo Mori früh in der Partie, sodass beide ausgewechselt werden mussten (8., 24.).

Der FC Arsenal, der ohne den Ex-Nationalspieler Mesut Özil (31) nach Manchester reiste, belegt derzeit einen enttäuschenden zehnten Tabellenplatz.

City hingegen konnte die Meisterparty von Klopps FC Liverpool um einen weiteren Spieltag nach hinten hinauszögern. Doch dies scheint anhand der Garcia-Bilder nun etwas in den Hintergrund gerückt zu sein.

Titelfoto: Laurence Griffiths/Nmc P/PA Wire/dpa ; Mike Egerton/PA Wire/dpa

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