Wahnsinn: In diesem Land steigt im Profifußball fünf Jahre lang kein Klub ab!

Mexiko - Ob das die richtige Entscheidung ist? Der mexikanische Fußballverband hat mit einer ungewöhnlichen Maßnahme auf die Corona-Krise reagiert.

Viele leere Plätze im legendären Aztekenstadion: Bei der Partie zwischen CF America und dem FC Juarez waren nur 20.816 von 81.070 Plätzen belegt, obwohl bei den Hausherren aus Mexiko-Stadt mehrere Nationalspieler auf dem Rasen standen.
Viele leere Plätze im legendären Aztekenstadion: Bei der Partie zwischen CF America und dem FC Juarez waren nur 20.816 von 81.070 Plätzen belegt, obwohl bei den Hausherren aus Mexiko-Stadt mehrere Nationalspieler auf dem Rasen standen.  © imago images / ZUMA Press

Fünf Jahre lang wird es keinen Absteiger geben. Das gab die Liga MX durch ihren Präsidenten Enrique Bonilla auf ihrer Website in einem langen Statement bekannt. 

Neben den üblichen Hinweisen und Bitten, sich an die Regeln zu halten und die Gesundheit voranzustellen, damit diese Ausnahmesituation bald ein Ende habe, bedankte sich Bonilla auch für die vielen Genesungswünsche.

Er selbst war nämlich auch am Coronavirus erkrankt, ist nun aber wieder fit und kann sich seinem Job widmen. Und es gibt viel zu tun. 

Denn der mexikanische Fußball befindet sich trotz der guten Qualität der Liga und vieler namhafter Spieler wie Guillermo Ochoa, Giovani dos Santos (beide CF America), Miguel Layún (CF Monterrey), André-Pierre Gignac, Enner Valencia, Eduardo Vargas (alle Tigres UANL), Colin Kazim-Richards (CF Pachuca), Joel Campbell (Club Leon), Diego Rolán und Darío Lezcano (beide FC Juárez) schon seit einiger Zeit in vielerlei Hinsicht in der Krise.

Diese wird durch die Coronavirus-Pandemie nun noch verstärkt wird. Schon in den letzten beiden Spielzeiten sind die Fernseheinnahmen, das Sponsoring und die Ticketverkäufe zurückgegangen. In manche Stadien kommen sogar nur 8000 Fans pro Spiel!

Präsident Enrique Bonilla äußert sich in einem Video-Statement zu den Gründen der Entscheidung

Mexikanischen Profiklubs droht die Insolvenz

Das alles macht die Lage für einige Klubs bedrohlich, ihnen droht die Insolvenz. Diese ganzen Probleme wollen die Verantwortlichen nun lösen und in den kommenden fünf Jahren ohne den ganz großen Erfolgsdruck spielen lassen.

Das soll auch dazu beitragen, dass sich die angeschlagenen Klubs wieder stabilisieren können. 

Bonilla verdeutlichte: "Abschließend möchte ich noch einmal betonen, dass wir mit dieser neuen gemeinsamen Vision kurz-, mittel- und langfristig mehr Arbeitsplätze mit wirtschaftlicher Sicherheit und klaren Zielen schaffen wollen. Wir wollen die Entwicklung der Spieler sowohl in der New Division als auch im LIGA MX verbessern."

Seit Mitte März pausieren die ersten beiden Ligen, die Saison in der zweiten Spielklasse wurde mittlerweile offiziell abgebrochen. Für die erste Liga hofft man hingegen noch darauf, den Betrieb in einigen Wochen wieder aufnehmen zu können. 

Titelfoto: imago images / ZUMA Press

Mehr zum Thema Fußball International:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0