Nach Vertragspoker: Ex-BVB-Star Dembele sorgt für Ärger bei Barca!

Barcelona - Das unschöne Ende eines teuren Missverständnisses? Nachdem der FC Barcelona am Donnerstag die Vertragsverhandlungen mit Ousmane Dembele (24) für beendet erklärt hatte, meldete sich der französische Flügelflitzer auf Instagram zu Wort.

Kostspieliger Transferflop: Ousmane Dembele (24) fand beim FC Barcelona nie richtig in die Spur.
Kostspieliger Transferflop: Ousmane Dembele (24) fand beim FC Barcelona nie richtig in die Spur.  © Marius Becker/dpa

Der 24-jährige Angreifer wollte die Ausbootung durch den spanischen Spitzenverein nicht so einfach auf sich sitzen lassen.

"In den letzten vier Jahren habe ich nur Dinge gelesen, die über mich gesagt wurden, ohne mir die Mühe zu machen, mich zu rechtfertigen. Seit vier Jahren häufen sich Klatsch und Tratsch über mich, man lügt schändlich mit dem einzigen Ziel, mir zu schaden", so der ehemalige Kicker von Borussia Dortmund.

Nun sei jedoch Schluss damit, von jetzt an möchte er die unverblümte Wahrheit sagen. "Ich bin 24 Jahre alt und wie jeder Mensch habe ich Fehler. Ich habe komplizierte Zeiten erlebt, mit Verletzungen, und wurde von Covid erwischt", verteidigte sich der 27-fache Nationalspieler Frankreichs.

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Zuvor hatten die Katalanen angekündigt, keine weiteren Vertragsgespräche mit dem Offensiv-Akteur führen zu wollen. Angeblich stellte der Edeltechniker zu hohe Gehaltsforderungen und lehnte sämtliche Offerten ab.

"Es ist Dembélés Entscheidung, nicht bei uns weiterzumachen, und unsere Entscheidung wurde ihm mitgeteilt. Wir brauchen Spieler bei Barça, die sich dem Klub gegenüber verpflichtet fühlen, und das ist bei ihm nicht der Fall. Dembélé muss den Klub so schnell wie möglich verlassen", sagte Barca-Geschäftsführer Mateu Alemany (58) in einem Statement.

Statement von Ousmane Dembele auf Instagram

FC-Barcelona-Geschäftsführer Mateu Alemany über die Verhandlungen mit Ousmane Dembele

FC Barcelona will Ousmane Dembele verkaufen, nur Scheichklub Newcastle United zeigt Interesse

Ousmane Dembele (24, M.) spielte in der Saison 2016/17 beim BVB. In 50 Partien sammelte er 32 Scorerpunkte. (Archivfoto)
Ousmane Dembele (24, M.) spielte in der Saison 2016/17 beim BVB. In 50 Partien sammelte er 32 Scorerpunkte. (Archivfoto)  © Soeren Stache/dpa

Der beidfüßige "Les Bleus"-Star wies die Anschuldigungen allerdings vehement zurück. "Ich lasse meinen Berater sich darum kümmern, das ist sein Feld", schrieb er bei Instagram. "Mein Feld ist der Ball, ich spiele Fußball."

"Ich verbitte es mir, dass jemand denkt, ich wäre kein Teil dieses Projekts mehr, oder mir attestiert wird, ich hätte Intentionen, die ich nie hatte", stellte der Dribbelkünstler klar.

Seit seinem Wechsel 2017 für 140 Millionen Euro vom BVB absolvierte der verletzungsgebeutelte Profi 129 Partien für die "Blaugrana", in denen er 31 Treffer erzielte und 23 Assists verteilte. Sein Arbeitspapier endet im Sommer 2022.

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Barca würde für den drittteuersten Spieler der Geschichte am liebsten noch im laufenden Winter-Transferfenster einen Abnehmer finden, um Platz auf der Gehaltsliste zu schaffen. Ob Dembele den Katalanen diesen Gefallen tut, ist unklar.

"Wir erwarten, dass Ousmane bis zum 31. Januar verkauft wird", verkündete Alemany. Sollte das nicht gelingen, wäre "der logische Schritt, ihn aus dem Kader zu streichen."

Mit Blick auf die WM in Katar kann sich der pfeilschnelle Stürmer eigentlich keinen Tribünenplatz erlauben. Interessenten mit entsprechender Finanzkraft sind jedoch rar gesät. Einzig Scheichklub Newcastle United soll beim Weltmeister von 2018 angeklopft haben, wie das spanische Portal Mundo Deportivo berichtete.

Titelfoto: Marius Becker/dpa

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