Erstligisten entlassen reihenweise Fußballer und Personal wegen Corona-Krise!

Norwegen - Die Coronavirus-Krise trifft den norwegischen Fußball besonders hart! Die Erstligisten müssen dem abgesagten Saisonstart Tribut zollen und notgedrungen viele Spieler und Mitarbeiter entlassen.

Ralf Fährmann wechselte erst vor wenigen Tagen nach Norwegen zum SK Brann Bergen. (Archivbild)
Ralf Fährmann wechselte erst vor wenigen Tagen nach Norwegen zum SK Brann Bergen. (Archivbild)  © Tim Rehbein/dpa

Das berichten die landesweiten Medien übereinstimmend. Aufgrund der Witterungsbedingungen wird in Norwegen im Kalenderjahr-Rhythmus gespielt. 

Die neue Spielzeit sollte am ersten April-Wochenende starten. Dazu kommt es nun aber aufgrund der aktuellen Weltlage nicht. Frühestens Anfang Mai könnte es weitergehen. 

Ob es dazu tatsächlich kommt, steht bei den Entwicklungen der letzten Tage in den Sternen. 

Da die Vereine bei weitem nicht so viel Geld verdienen, wie etwa in Deutschland, musste unter anderem Valerenga Oslo besonders vielen Mitarbeitern kündigen und vielen Spielern kündigen, wie der Verein auf seiner Website bestätigte. 

Es gebe keine Einnahmequellen mehr, weshalb man "leider keine andere Wahl gehabt" habe. 

Ähnlich schwer getroffen hat die Krise den FK Haugesund. Laut dem norwegischen Sender "T2" musste der Klub fast all seine Spieler entlassen. Nur fünf haben noch einen Vertrag.

Und das auch nur, weil drei nicht abgesichert seien und der Verein darüber hinaus befürchte, dass die zwei verbleibenden Akteure von anderen Mannschaften weggeschnappt werden könnten.

Rosenborg Trondheim musste ebenfalls viele Mitarbeiter entlassen

Rosenborg Trondheims Trainer Eirik Horneland hat wie die anderen Fußballverantwortlichen in Norwegen momentan wenig zu lachen. (Archivbild)
Rosenborg Trondheims Trainer Eirik Horneland hat wie die anderen Fußballverantwortlichen in Norwegen momentan wenig zu lachen. (Archivbild)  © Ole Martin Wold/NTB scanpix/AP/dpa

Die norwegische Seite von "Eurosport" erklärt, dass es auch bei Spitzenklubs wie Rosenborg Trondheim keine andere Möglichkeit gab, als 30 Prozent des Personals dauerhaft und neun Prozent zeitweise zu entlassen.

Managerin Tove Moe Dyrhaug gibt zu: "Das ist ein schwerer Tag als Verantwortliche von Rosenborg, aber wir haben keine andere Möglichkeit gesehen, als Mitarbeiter zu entlassen. Der Fußball hat aufgehört und die meisten Menschen in der Verwaltung haben ihre Jobs verloren." 

Die Spieler seien allerdings noch nicht entlassen.

Beim SK Brann Bergen, der erst vor wenigen Tagen Ralf Fährmann vom FC Schalke 04 ausgeliehen hatte (TAG24 berichtete), verzichten die Kicker auf 20 Prozent ihres Gehalts. Allerdings wurden 25 Mitarbeiter entlassen.

Auch die anderen Vereine mussten Mitarbeiter entlassen. Schwere Zeiten für den norwegischen Fußball.

Alle Infos im +++ Coronavirus-Liveticker +++ 

Titelfoto: Ole Martin Wold/NTB scanpix/AP/dpa

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