Peter Hyballa verliert Machtkampf: NAC Breda entlässt den deutschen Coach!

Breda (Niederlande) - Nach nur sieben Spielen gefeuert! Peter Hyballa (44) wurde vom niederländischen Zweitligisten NAC Breda am Freitag entlassen.

Peter Hyballa stand nur in sieben Spielen als Trainer von NAC Breda an der Seitenlinie.
Peter Hyballa stand nur in sieben Spielen als Trainer von NAC Breda an der Seitenlinie.  © imago images / Pro Shots

Das gab der Verein auf seiner Website bekannt. Dort erklärte der neue Geschäftsführer des Vereins, Mattijs Manders: "In der kurzen Phase, die ich für NAC arbeite, habe ich Peter als einen enorm leidenschaftlichen Trainer erlebt."

Deshalb sei es schade, dass man den eingeschlagenen Weg nicht weiter gehen könne: "Leider fehlt das Vertrauen für eine weitere Zusammenarbeit. Wir stehen vor einer sehr wichtigen Saison. Deshalb haben wir uns im Interesse der Zukunft des Klubs für diese Lösung entschieden."

Doch warum war das Vertrauensverhältnis soweit zerrüttet, dass Breda nach nur fünf Monaten die Notbremse zog? 

Hyballa hatte Ende Juni in einem Interview mit "BN/De Stem" über Tom Van den Abbeele gesagt:  "Der Sportliche Leiter und ich haben eine andere Auffassung von Fußball, unsere Visionen stimmen nicht überein. Er kommt mit ausländischen Spielern von 18, 19 Jahren aus Afrika, Osteuropa, Frankreich und Belgien an, von denen intern noch keiner gehört hat."

Diese würden zudem unter Heimweh leiden, was die Situation für sie und Breda nicht einfacher machen würde. Hyballa fügte hinzu: "Er bietet uns auch Spieler an, die in den letzten zwei Saisons zwei oder drei Spiele gemacht haben. 'Sie kommen aus großen Klubs', sagt er.' Was interessiert mich das? Neue Spieler müssen direkt einen Mehrwert haben. NAC muss Qualität an sich binden. NAC ist weder ein gemeinnütziger Verein noch ein Tierheim. NAC muss etwas leisten", sprach Hyballa damals weiter Klartext.

Offizielle Mitteilung von NAC Breda zur Entlassung von Trainer Peter Hyballa

Peter Hyballa war schon mehrfach im Ausland als Trainer tätig

Diese öffentlich getätigten Aussagen sorgten verständlicherweise für Wirbel und hatten nun zur Folge, dass Hyballa trotz elf Punkten aus fünf Spielen und einem überraschenden 3:1-Sieg im Pokal-Viertelfinale beim AZ Alkmaar (im Halbfinale ging man mit 1:7 bei Feyenoord Rotterdam unter) entlassen wurde, weil die Ansichten zu unterschiedlich waren.

Trotz seiner erst 44 Jahre ist Hyballa schon seit 1993 Coach. Besonders bekannt ist er durch seine Zeit bei Alemannia Aachen (1. Juli 2010 bis 13. September 2011). Darüber hinaus trainierte er die U19-Teams von Borussia Dortmund, vom VfL Wolfsburg und Bayer 04 Leverkusen.

Er wagte auch immer wieder den Schritt ins Ausland. Erst bei den Ramblers Windhoek in Namibia (1. Juli 2002 bis 30. Juni 2003), dann beim FC Red Bull Salzburg und SK Sturm Graz in Österreich (4. Januar 2012 bis 22. April 2013), bei NEC Nijmegen in den Niederlanden (1. Juli 2016 bis 24. April 2017) und zuletzt beim DAC Dunajska Streda in der Slowakei (16. Juli 2018 bis 3. Januar 2020).

Man darf gespannt sein, wo Hyballa das nächste Mal als Trainer tätig sein wird.

Titelfoto: imago images / Pro Shots

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