Aus Angst vor Corona: Fußballprofi flüchtet in sein Heimatland, nun hat er Ärger

Kopenhagen - Was für eine Geschichte! Der dänische Fußballprofi Pione Sisto (25) ist Medienberichten zufolge ohne Erlaubnis seines Klubs Celta Vigo vor der Corona-Krise aus Spanien in sein Heimatland geflohen.

Pione Sisto (l.) floh nach zweiwöchiger Quarantäne aus Spanien.
Pione Sisto (l.) floh nach zweiwöchiger Quarantäne aus Spanien.  © Enrique de la Fuente/gtres/dpa

Der Linksaußen, der in Uganda geboren wurde und Wurzeln im Südsudan hat, muss nun mit einer Strafe seines Vereins rechnen, wie die dänische Nachrichtenagentur Ritzau unter Berufung auf spanische Medien berichtete. 

Eine offizielle Bestätigung von Celta Vigo gab es dazu am Samstag nicht.

Nach Angaben der spanischen Sportzeitung "AS" machte sich der 25 Jahre alte Offensivspieler per Auto aus der Stadt Vigo ins fast 3000 Kilometer entfernte Kopenhagen auf, nachdem er in Spanien 14 Tage in Quarantäne gesessen hatte. 

Den Erstligaklub soll er erst darüber in Kenntnis gesetzt haben, als er bereits auf dem Weg war. 

Für Dänemark hat Sisto bereits 21 Länderspiele (ein Tor) bestritten, zum aktuellen Kader der dänischen Nationalmannschaft zählt er jedoch nicht. 

Zu Vigo war er Ende Juli 2016 gewechselt und hat seitdem 133 Spiele (18 Tore, 14 Vorlagen) für Celta absolviert. Auch in der aktuell unterbrochenen Saison war er Stammspieler in LaLiga.

Spanien ist neben Italien das am stärksten vom Coronavirus betroffene Land Europas.  

Dänemark hat seine Grenzen für Ausländer vor mehr als zwei Wochen geschlossen, um die Ausbreitung des Virus abzubremsen. Dänen wurden zugleich von der Regierung gebeten, in ihre Heimat zurückzukehren.

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Titelfoto: Enrique de la Fuente/gtres/dpa

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