Polizei durchsucht Büroräume des FC Barcelona

Barcelona - Die Polizei hat Büroräume im Stadion des spanischen Fußball-Topclubs FC Barcelona durchsucht. Das bestätigten die Polizei und der Klub von Superstar Lionel Messi (33) und Nationaltorwart Marc-André ter Stegen am Montag.

Katalanische Polizisten gehen vor den Büros des FC Barcelona entlang.
Katalanische Polizisten gehen vor den Büros des FC Barcelona entlang.  © Joan Monfort/AP/dpa

Medienberichten zufolge wurden im Camp Nou und auch in Privatwohnungen in Zusammenhang mit der sogenannten "Barçagate"-Affäre vier aktuelle und ehemalige ranghohe Funktionäre des Clubs vorläufig in Polizeigewahrsam genommen.

Die Durchsuchungen begannen den Berichten zufolge in den frühen Morgenstunden und waren am frühen Nachmittag noch im Gange.

In den Mitteilungen der Polizei und des Clubs zu den Durchsuchungen war von Festnahmen nicht die Rede.

Die entsprechenden Medienberichte wurden nicht dementiert. Der FC Barcelona bestätigte derweil, dass die Polizeiaktion in Zusammenhang mit den Justizermittlungen über frühere, mutmaßlich illegale Aktivitäten des Clubs in sozialen Netzwerken stand. Man habe mit den Behörden kooperiert, hieß es.

Vereinsfunktionäre werden beschuldigt, im vergangenen Jahr eine Verleumdungskampagne gegen Spieler und andere Personen initiiert zu haben, die sich kritisch gegenüber der damaligen Clubführung um Präsident Josep Maria Bartomeu geäußert hatten.

Offizielles Statement des FC Barcelona zu den Hausdurchsuchungen

"Barcagate"-Affäre zieht ihre Kreise

Journalisten gehen vor den Büros des FC Barcelona ihrer Arbeit nach.
Journalisten gehen vor den Büros des FC Barcelona ihrer Arbeit nach.  © Joan Monfort/AP/dpa

Zu den Opfern sollen Messi und Kapitän Gerard Piqué gehören. Bei den Ermittlungen der Justiz zur "Barçagate"-Affäre wurden unter anderem die Vorwürfe der "Korruption" und der "unlauteren Verwaltung" erhoben.

Bartomeu war Ende Oktober zurückgetreten, nachdem er im vergangenen Sommer den abwanderungswilligen Messi daran gehindert hatte, den Club ein knappes Jahr vor Ablauf seines Vertrages zu verlassen.

Der neue Präsident wird am Sonntag gewählt. Die Abstimmung sollte ursprünglich am 24. Januar stattfinden, sie wurde aber wegen der Corona-Pandemie verschoben.

Titelfoto: Joan Monfort/AP/dpa

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