Real Madrid bekommt 1:4-Packung: FC Valencia schießt Zidane weiter in die Krise!

Valencia - Offene Tore bei den Königlichen! Real Madrid kommt beim FC Valencia unter die Räder und verliert auch in der Höhe verdient mit 1:4 bei den Blanquinegros. Trainer Zinedine Zidane (48) fehlen scheinbar zunehmends die Lösungsansätze.

Matchwinner Carlos Soler (23) schoss drei Tore gegen das große Madrid.
Matchwinner Carlos Soler (23) schoss drei Tore gegen das große Madrid.  © Alberto Saiz/AP/dpa

Neun Spiele, 20 Punkte und Tabellenplatz eins. Das ist nicht die Statistik von Real Madrid, sondern reicht Real Sociedad San Sebastian für die Tabellenführung in der spanischen Primera Division.

Die Königlichen aus der Hauptstadt liegen mit 16 Zählern nur auf Platz vier, wenn auch mit einem Spiel weniger.

Das 1:4 beim FC Valencia ist ein weiterer Tiefpunkt der jüngeren Geschichte der Los Blancos. Das Team von Toni Kross wirkt erneut bedenklich ideenlos.

"Es gibt keine Ausreden. Nach dem Tor sind wir zusammengebrochen. Alles kam heute zusammen", resümierte Trainer Zidane nach dem Spiel hart. Und auch allen Fernsehzuschauern bot sich mit zunehmender Dauer das Bild eines großen Teams, welches erneut keine Lösungen zu finden schien.

Drei Elfmeter vom 23-jährigen Matchwinner Carlos Soler (35./54./63. Minute) brachten Valencia schließlich nach Benzemas Führungstreffer (23.) auf die Siegerstraße. Hinzu kam ein Eigentor des französischen Abwehrrecken Raphaël Varane kurz vor dem Pausentee (43.).

Zidane sucht erneut Fehler bei sich selbst: "Ich bin schuld, weil ich Lösungen finden muss"

Toni Kroos (31) und seine Madridista. So ganz rund läuft es derzeit nicht.
Toni Kroos (31) und seine Madridista. So ganz rund läuft es derzeit nicht.  © Marius Becker/dpa

Auch wenn Zizou glaube, dass Valencia "taktisch nicht besser war", kennt er das Geschäft und nimmt die Niederlage erneut auf seine Kappe, zumindest nach außen. "Ich bin schuld, weil ich Lösungen finden muss", so der 48-Jährige weiter.

Worte, die er bereits vor wenigen Wochen nach der Peinlich-Pleite in der Champions League gegen Schachtjor Donezk wählte (TAG24 berichtete).

Toni Kroos, der eine Viertelstunde vor Spielende für Fede Valverde gekommen war, konnte an der deutlichen Niederlage auch nichts mehr drehen.

Auch wenn Real mit einem Spiel weniger letztlich nur vier Punkte hinter der Tabellenspitze rangiert, dürfte die Entwicklung des stolzen Klubs aus der spanischen Hauptstadt dennoch zu denken geben. 

16 von möglichen 24 Punkten aus den ersten acht Liga-Begegnungen, inklusive einem durchwachsenen Start in die Gruppenphase der UEFA Champions League, ist nicht im Selbstverständnis der Madrilenen verankert.

Für Real ist weiterhin alles möglich, die Leistungen geben jedoch zu denken

Real-Trainer Zinedine Zidane (48) sucht nach Lösungen.
Real-Trainer Zinedine Zidane (48) sucht nach Lösungen.  © Marius Becker/dpa

Man verlor zum Auftakt verdient gegen Donezk, sicherte sich gegen die Gladbacher Borussia am Ende noch recht glücklich ein Unentschieden und war auch beim 3:2-Erfolg gegen Inter Mailand sichtlich verwundbar.

Letztlich muss ein Pferd nur so hoch springen, wie es muss und abgerechnet wurde noch nie im November. Jedoch sind die Probleme bei Real sichtbar.

Beim ewigen Rivalen aus der katalanischen Hauptstadt, dem FC Barcelona, läuft es ebenfalls nicht allzu rund. Jedoch war ein 5:2 gegen Real Betis Sevilla am Wochenende zumindest ein Schritt in Richtung Normalität. Nach sieben Spielen steht der Klub um Legende Lionel Messi (33) mit elf Zählern auf Rang acht.

Das Corona-Jahr 2020, es birgt gerade im Konzert der Großen die ein oder andere Überraschung.

Titelfoto: Alberto Saiz/AP/dpa , Marius Becker/dpa , Marius Becker/dpa

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