Noch schlechter als Schalke! Tabellenletzter der Premier League mit Horror-Serie

Sheffield - Wie der FC Schalke 04! Der Tabellenletzte der Premier League, Sheffield United, befindet sich gerade mitten in einer ähnlich schlimmen Horror-Serie wie die Knappen mit vier Punkten aus 14 Spielen in der Bundesliga.

Die "Blades" am Boden: Sheffield United hat aus den ersten 17 Liga-Saisonspielen lediglich zwei Punkte geholt.
Die "Blades" am Boden: Sheffield United hat aus den ersten 17 Liga-Saisonspielen lediglich zwei Punkte geholt.  © Clive Rose/Pool Getty/AP/dpa

Diese hält zwar noch nicht ganz so lange an wie die von S04, kommt aber dennoch einem sportlichen Desaster gleich. Die "Blades" (zu Deutsch: "Klingen") sind in dieser Saison noch ohne Sieg. Aus 17 Liga-Partien holte man lediglich zwei Punkte und hat ein furchtbares Torverhältnis von 8:29 auf dem Konto.

Mit dieser bitteren Sieglos-Serie brach man sogar den Premier-League-Rekord. Kein Team startete in der langen Liga-Geschichte schlechter.

Als wäre das noch nicht genug, schied United auch im League Cup direkt in der ersten Runde aus. So gab es den bislang letzten Sieg am 11. Juli, als der Klub gegen den FC Chelsea an der heimischen Bramall Lane mit 3:0 gewann.

Seitdem setzte es in 21 Begegnungen 19 Niederlagen. Zwar verliert Sheffield selten deutlich, doch das ändert nichts daran, dass die Mannschaft von Trainer Chris Wilder (53) einfach nicht punktet und seit Monaten sehnlichst auf einen Befreiungsschlag wartet.

Das hätte kaum einer nach der Vorsaison in der Form für möglich gehalten. Denn da sah das noch ganz anders aus. United rockte die Premier League und schnupperte lange Zeit sogar an der Europa-League-Teilnahme. Noch nach dem 35 Spieltag stand man mit 54 Punkten auf Platz sieben, nur einen Zähler hinter den Wolverhampton Wanderers auf Rang sechs.

Die Bramall Lane von Sheffield United in ihrer vollen Geisterspiel-Pracht.
Die Bramall Lane von Sheffield United in ihrer vollen Geisterspiel-Pracht.  © Gareth Copley/PA Wire/dpa

Sheffield United braucht dringend ein Erfolgserlebnis

SUFC-Coach Chris Wilder (53) ist trotz der sportlichen Katastrophen-Serie noch immer im Amt.
SUFC-Coach Chris Wilder (53) ist trotz der sportlichen Katastrophen-Serie noch immer im Amt.  © Simon Bellis/CSM via ZUMA Wire/dpa

Dann ging den "Blades" jedoch die Luft aus. Durch drei Niederlagen in den letzten drei Saisonpartien wurde der Verein am Ende "nur" Neunter und verpasste die Krönung einer exzellenten Spielzeit.

In dieser Saison kommt nun viel zusammen. Verletzungen wichtiger Spieler, Corona-Fälle, Transfers, die nicht aufgegangen sind, und eine fehlende taktische Weiterentwicklung haben zur Folge, dass Sheffield für die Gegner ausrechenbar ist.

Das liegt auch an der erschreckenden Harmlosigkeit vor dem gegnerischen Gehäuse. Lediglich Mittelstürmer David McGoldrick (33) hat überhaupt mehr als einmal getroffen. Der irische Nationalspieler schoss bislang fünf Treffer in 16 Einsätzen und ist damit klar Goalgetter Nummer eins.

Außer ihm haben lediglich vier United-Akteure je einmal getroffen. Da man auch defensiv mehr zulässt als noch in der Vorsaison, sieht es für Sheffield im Tabellenkeller bereits zappenduster aus. Denn der Rückstand auf Nichtabstiegsplatz 17 beträgt bereits satte zwölf Zähler. Eventuell kann Sheffield sich am kommenden Samstag (16 Uhr) wieder ein wenig Selbstvertrauen holen.

Dann treten die "Blades" in der dritten Runde des FA-Cups nämlich beim abstiegsbedrohten Drittligisten Bristol Rovers an. Danach hat man in der Premier League mit Newcastle United, Tottenham Hotspur, Manchester United und Manchester City aber gleich mehrere Kracher vor der Brust - und alle im Januar!

Titelfoto: Simon Bellis/CSM via ZUMA Wire/dpa

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