Deutscher Weltmeister vor Vertragsauflösung bei Top-Klub!

London (Großbritannien) - Erst Mesut Özil (32), dann Sokratis (32) und nun auch Shkodran Mustafi (28)? Offenbar steht der 20-fache deutsche Nationalspieler vor einer Vertragsauflösung beim FC Arsenal London.

Shkodran Mustafi (28) strebt offenbar eine Vertragsauflösung an und will den FC Arsenal London noch in diesem Monat verlassen.
Shkodran Mustafi (28) strebt offenbar eine Vertragsauflösung an und will den FC Arsenal London noch in diesem Monat verlassen.  © John Walton/PA Wire/dpa

Laut football.london will der Innenverteidiger den Verein verlassen, weil er in dieser Saison hintendran ist und nur zu neun Einsätzen kam. 2021 stand er noch nicht einmal im Kader der Gunners, obwohl er fit ist. Das zeigt wieder einmal, wie schnell es im Fußball gehen kann.

Noch im vergangenen Sommer wollte Arsenal den Weltmeister von 2014 zu einer Vertragsverlängerung bewegen. Doch man konnte sich nicht einigen.

Nachdem der zentrale Abwehrspieler dann zu Saisonbeginn von einer Knieverletzung ausgebremst wurde, rückten in der Hierarchie andere Spieler an ihm vorbei und Coach Mikel Arteta (38) brachte ihn nur noch selten.

Nun sollen Vereine aus Deutschland und Italien am einstigen Jugendakteur des Hamburger SV interessiert sein. Für den wäre eine Luftveränderung nach viereinhalb Jahren in London wohl die sinnvollste Entscheidung.

Denn Mustafi ist noch immer ein sehr guter Innenverteidiger, der mit seiner Zweikampfhärte, Kopfballstärke und seinem guten Spielaufbau einige Stärken hat. All das stellte er in seinen 151 Einsätzen für Arsenal (neun Tore, fünf Vorlagen) auch unter Beweis und rechtfertigte die hohe Ablösesumme von 41 Millionen Euro, die die Gunners 2016 für ihn zahlten, immer wieder, obwohl ihm auch einige Patzer unterliefen.

Shkodran Mustafis (28, l.) wichtigstes Länderspieltor: Beim deutschen EM-2016-Auftaktspiel gegen die Ukraine köpfte er einen Freistoß von Toni Kroos (31) zur 1:0-Führung für die DFB-Auswahl in die Maschen.
Shkodran Mustafis (28, l.) wichtigstes Länderspieltor: Beim deutschen EM-2016-Auftaktspiel gegen die Ukraine köpfte er einen Freistoß von Toni Kroos (31) zur 1:0-Führung für die DFB-Auswahl in die Maschen.  © Shawn Thew / EPA / dpa
Shkodran Mustafi (28, stemmt den Pokal in die Höhe) gewann 2017 den Confederations Cup mit der vermeintlichen B-Auswahl des DFB.
Shkodran Mustafi (28, stemmt den Pokal in die Höhe) gewann 2017 den Confederations Cup mit der vermeintlichen B-Auswahl des DFB.  © Christian Charisius / dpa

Shkodran Mustafi gewann mit der DFB-Elf die WM 2014 und holte den Confed Cup 2017

Shkodran Mustafi (28) jubelt nach seinem Treffer gegen die Ukraine mit Sami Khedira (33, 2.v.l.), Mario Götze (28, 3.v.l.), Jérôme Boateng (32, M.) und Thomas Müller (31, 2.v.r.).
Shkodran Mustafi (28) jubelt nach seinem Treffer gegen die Ukraine mit Sami Khedira (33, 2.v.l.), Mario Götze (28, 3.v.l.), Jérôme Boateng (32, M.) und Thomas Müller (31, 2.v.r.).  © Arne Dedert / dpa

Zuvor war Mustafi zwei Jahre lang beim FC Valencia in Spanien (81 Partien, sechs Treffer, drei Assists) zu einem Klassemann gereift. Davor wiederum hatte er sich bei Sampdoria Genua in der Serie A einen Stammplatz erkämpft und sich im Profifußball durchgesetzt (53 Begegnungen, ein Tor, zwei Assists).

Sein außergewöhnliches Talent wurde schon in der Jugend deutlich. So kaufte ihn der FC Everton 2009 für gerade mal 75.000 Euro Ablöse dem HSV weg. Durchsetzen konnte er sich bei den Toffees in Liverpool allerdings nicht.

Aber bei seinen folgenden Stationen. Deshalb geriet er auch bald in den Fokus von Bundestrainer Joachim Löw (60), der ihn nach nur einem Einsatz (am 13. Mai 2014 beim 0:0 gegen Polen) zur legendären Weltmeisterschaft 2014 mitnahm.

Dort lief Mustafi in drei Partien auf, ehe er sich beim nervenaufreibenden 2:1-Sieg nach Verlängerung im Achtelfinale gegen Algerien verletzte, einen Muskelbündelriss zuzog und für den Rest des Turniers ausfiel.

Dennoch hatte auch er unbestritten seinen Anteil am WM-Triumph. In der Folge war er allerdings oft nur Ergänzungsspieler, machte aber auch die Europameisterschaft 2016 mit und erzielte direkt im Auftaktspiel gegen die Ukraine am 12. Juni 2016 sein bislang wichtigstes Tor.

Per Kopf traf er nach einem Freistoß von Toni Kroos (31) zur 1:0-Führung. Am Ende gewann die DFB-Auswahl mit 2:0. Und ein Jahr später holte er auch noch den Confed Cup mit Deutschlands vermeintlichem B-Kader. Doch anschließend setzte Löw ihn nur noch einmal (am 8. Oktober 2017 beim 5:1-Sieg gegen Aserbaidschan) ein. Seitdem ist er außen vor. Ob er sich bei einem neuen Klub erneut in den Nationalmannschaftsfokus spielen kann?

Titelfoto: Arne Dedert / dpa

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