Slavia Prag ist tschechischer Meister! Spitzenteam feiert Titel mit Kantersieg über Viktoria Pilsen

Prag - Was für eine überragende Saison! Der SK Slavia Prag hat die tschechische Meisterschaft vorzeitig eingetütet, weil Verfolger und Stadtrivale Sparta bei Slovan Liberec nicht über ein 2:2 hinauskam.

Peter Olayinka (25, l.) und Nicole Stanciu (27) trugen mit ihren Toren viel zur Meisterschaft vom SK Slavia Prag bei.
Peter Olayinka (25, l.) und Nicole Stanciu (27) trugen mit ihren Toren viel zur Meisterschaft vom SK Slavia Prag bei.  © dpa/Petr David Josek/AP

Doch die Mannschaft von Erfolgstrainer Jindrich Trpisovsky (45) hätte sich auch ohne Ausrutscher der Konkurrenz einige Stunden später selbst gekrönt.

Am späten Sonntagabend besiegte das Top-Team den FC Viktoria Pilsen im heimischen Sinobo Stadion gleich mit 5:1 (2:0) und untermauerte die Vormachtstellung in der Fortuna Liga, die nach dem dritten Titelgewinn in Folge mindestens eine Nummer zu klein für Slavia ist.

In der laufenden Saison haben die Prager von 30 Liga-Partien nicht eine einzige verloren! 24 Siege, sechs Unentschieden, 78 Punkte und 80:17 Tore sind die Zahlen der haushohen Überlegenheit. Der Tabellenzweite FK Jablonec hat vier Spieltage vor Schluss satte 16 Zähler Rückstand.

Gerade der geballten Offensivpower haben die anderen Teams wenig bis gar nichts entgegenzusetzen. Allen voran Mittelstürmer Jan Kuchta (24), der in 24 Liga-Einsätzen 13 Tore erzielte und sieben direkte Vorlagen gab.

Doch auch der senegalesische Nationalspieler Abdallah Sima (19) zeigte auf dem rechten Flügel starke Leistungen, was elf Treffer und fünf Assists in 18 Partien untermauern. Der erfahrene Nicolae Sanciu (27; 28 Begegnungen/zwölf Tore/sechs Vorlagen) begeistert in dieser Saison ebenfalls. Obwohl der rumänische Nationalspieler nur 1,69 Meter klein ist, zieht im zentralen offensiven Mittelfeld gekonnt die Fäden und ist nur schwer zu stoppen.

Zusammenfassung von SK Slavia Prags klarem Erfolg gegen den FC Viktoria Pilsen

SK Slavia Prag feiert den Titel-Hattrick und die siebte tschechische Meisterschaft insgesamt

Der SK Slavia Prag war eine der positiven Überraschungen der diesjährigen Europa-League-Saison

Alexander Bah (23, v.-l.) und der überragende rumänische Nationalspieler Nicolae Stanciu (27, v.-r.) feierten mit Slavia Prag einen 5:1-Kantersieg über den FC Viktoria Pilsen und die tschechische Meisterschaft.
Alexander Bah (23, v.-l.) und der überragende rumänische Nationalspieler Nicolae Stanciu (27, v.-r.) feierten mit Slavia Prag einen 5:1-Kantersieg über den FC Viktoria Pilsen und die tschechische Meisterschaft.  © dpa/imánek Vít/CTK

Mit dem tschechischen Nationalspieler Lukas Provod (24; 27 Einsätze, drei Tore, neun Assists) und dem nigerianischen Angreifer Peter Olayinka (25; 20 Spiele, sechs Treffer, drei Vorlagen) verfügt Slavia auch in der Breite über sehr gute Angreifer.

Und das ist nicht nur auf nationales Niveau bezogen. Prag war auch eine der Überraschungsmannschaften der diesjährigen Europa League und drang beinahe sensationell bis ins Viertelfinale vor, wo erst der FC Arsenal London eine Nummer zu groß war (1:1/0:4).

Doch im Achtelfinale hatte man den schottischen Meister, die Glasgow Rangers, ausgeschaltet (1:1/2:0), wobei ein Rassismus-Eklat das Weiterkommen aber trübte.

In der Zwischenrunde hatten die Rot-Weißen ebenfalls für Schlagzeilen gesorgt - aber rein sportlich! Schließlich schaltete man völlig überraschend den englischen Spitzenklub Leicester City aus (0:0/2:0).

In der Gruppenphase war man hinter Bayer 04 Leverkusen guter Zweiter mit zwölf Punkten aus sechs Partien geworden und hatte nur am letzten Spieltag beim 0:4 bei der Werkself klar die Grenzen aufgezeigt bekommen. Das Hinspiel hatte man allerdings mit 1:0 gewonnen.

Zuvor war man in den Champions-League-Playoffs am dänischen Vertreter FC Midtjylland gescheitert (0:0/1:4). Dennoch belegt auch die internationale Saison, was für einen anhaltenden Lauf die momentan klar beste tschechische Mannschaft hat. Vielleicht kann sie ja auch in der kommenden Saison für die ein oder andere Überraschung sorgen und zieht diesmal womöglich in die Königsklasse ein?

Titelfoto: dpa/imánek Vít/CTK

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