Tod von Diego Maradona: Notärzte sollen eine halbe Stunde zu seinem Haus gebraucht haben

Buenos Aires - Die Nachricht vom Tod des argentinischen Fußball-Stars Diego Armando Maradona (†60) am Mittwoch um die Welt. Nun gibt es neue Erkenntnisse.

Diego Maradona starb am Mittwoch im Alter von 60 Jahren.
Diego Maradona starb am Mittwoch im Alter von 60 Jahren.  © Marcos Brindicci/AP/dpa

Wie Bild berichtet, wurde der 60-Jährige am Mittwoch zuletzt von seinem Pfleger gesehen.

Laut einer am Freitag veröffentlichten Mitteilung der Staatsanwaltschaft hatte dieser gegen 6.30 Uhr morgens nach Maradona geschaut und sich versichert, dass dieser "geschlafen und normal geatmet" haben.

Zuvor ging man davon aus, dass sein Neffe zuletzt bei dem früheren Fußballer gewesen sei. Er besuchte seinen Onkel am Abend zuvor.

Gegen Mittag erlitt der Argentinier dann einen Herzstillstand und verstarb. Gegen 12.16 wählte sein Leibarzt den Notruf.

Nun sollen die Todesumstände eingehend untersucht werden, weil Maradona zu Hause gestorben sei und niemand die Sterbeurkunde unterzeichnet habe.

Einen eindeutigen Verdacht auf etwaige Unregelmäßigkeiten gebe es aber derzeit nicht, erzählte eine Quelle aus Justizkreisen.

Diego Maradonas Anwalt fordert ebenfalls eine Untersuchung der Todesumstände

Der Leichenwagen mit den sterblichen Überresten von Diego Maradona verlässt das Regierungsgebäude begleitet von Fans.
Der Leichenwagen mit den sterblichen Überresten von Diego Maradona verlässt das Regierungsgebäude begleitet von Fans.  © Ferrari Raul/telam/dpa

Maradonas Anwalt Matias Morla forderte zuletzt bereits eine Untersuchung "bis zur letzten Konsequenz. Diego hat mir immer gesagt: Du bist mein Soldat, handle ohne Erbarmen", sagte er.

Fraglich bleibt auch, warum die eigens verpflichtete Rund-um-die-Uhr-Pflege offenbar nicht funktioniert habe.

Auch soll untersucht werden, warum die Notärzte angeblich mehr als eine halbe Stunde benötigten, um das Haus der Fußball-Ikone zu erreichen: "Er hätte einen Arzt bei sich haben müssen, aufgrund der Situation in der er sich befand. Ich weiß nicht, wie lange der Arzt gebraucht hat, um mit dem Defibrillator zu kommen. Aber Diego hätte nicht an diesem Ort sein sollen, denke ich."

Maradona wurde am vergangenen Freitag in seiner argentinischen Heimat beigesetzt. Während der öffentlichen Totenwache kam es teilweise zu tumultartigen Ausschreitungen.

Titelfoto: Marcos Brindicci/AP/dpa

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