Kroos und Benzema entscheiden packenden Clasico: Real Madrid besiegt Messi und Barca

Madrid - Es war schon fast wie in alten Tagen! Real Madrid schlägt den FC Barcelona im wettbewerbsübergreifend 225. und einmal mehr packendem Aufeinandertreffen der beiden Fußball-Weltmächte mit 2:1 (2:0). Dabei traf neben einem zaubernden Karim Benzema (33) auch erneut Toni Kroos (33).

Karim Benzema (33) eröffnete mit einem Hackentreffer das Spiel.
Karim Benzema (33) eröffnete mit einem Hackentreffer das Spiel.  © Manu Fernandez/AP/dpa

Das El Clásico war angerichtet. Samstagabend, 21 Uhr und die Fußballwelt schaute in ein menschenleeres Estadio Alfredo Di Stéfano.

Und einmal mehr war es ein Spiel auf (das sportliche) Leben und Tod!

Recht früh schoss der Franzose Karim Benzema die Hausherren in Front (13.). Eine Vazques-Flanke veredelte dieser malerisch per Hacke.

Dabei hatten gerade die Katalanen zu Beginn mächtig auf das Gaspedal gedrückt, die Hauptstädter tief in der eigenen Hälfte festgeschnürt.

Doch die "Los Blancos" zeigten sich fürchterlich konsequent und kaltschnäuzig. Sichtlich benommen vom Führungstreffer Madrids kam folglich deutlich weniger von Lionel Messi (33) und Co. Das wusste der Weltmeister und deutsche Nationalspieler Toni Kroos zu nutzen.

Eine Viertelstunde nach der Benzema-Führung schraubte der 31-Jährige per Freistoß das Ergebnis in die Höhe. Begünstigt durch das Abfälschen durch den sommerlichen Bayern-Flirts Sergiño Dest (20) fand der Ball den Weg in die Maschen.

Toni Kroos per Freistoß, Barca-Anschluss sorgt für packende Schlusshalbstunde im Regen von Madrid

Toni Kroos (31, l.) traf, Mittelfeld-Kamerad Luka Modrić (35, r.) freute es.
Toni Kroos (31, l.) traf, Mittelfeld-Kamerad Luka Modrić (35, r.) freute es.  © Manu Fernandez/AP/dpa

Dass es nach dem Kroos-Treffer nicht noch dicker kam für die "Blaugranas", lag einzig und allein am katalanischen Gehäuse (34.) und Marc-André ter Stegen (wenige Sekunden später).

Einzig der sechsfache Weltfußballer Lionel Messi rüttelte seine Kameraden mithilfe zweier Schlitzohraktionen kurz vor der Pause (45.+1, 45.+2) noch einmal ernsthaft offensiv auf.

Doch die Null blieb zunächst stehen.

Oscar Mingueza war es schließlich, der in der 60. Spielminute das Spiel wiederbelebte. Nach einer Jordi-Alba-Hereingabe überwand er den Belgier Thibaut Courtois (28).

Von nun an war es ein Spiel wie ein Thriller. Es ging im inzwischen einsetzenden teilweisen Starkregen hin und her. Ein Spiel, welches Zuschauer im Stadion ebenso verdient gehabt hätte, als noch das ein oder andere Tor.

Doch beides blieb den Zuschauern verwehrt und so schoben sich die Madrilenen, trotz des Platzverweises für den Brasilianer Casemiro (90.) und zumindest über Nacht, mithilfe des wichtigen Prestige-Dreiers an die Tabellenspitze.

Der Dreikampf um die Meisterschaft in LaLiga ist wieder vollends entfacht

Seit Dezember verloren die Katalanen kein Spiel mehr in LaLiga. Nun war es für das Team von Lionel Messi (33) - auch dank der Effizienz der Madrilenen - mal wieder so weit.
Seit Dezember verloren die Katalanen kein Spiel mehr in LaLiga. Nun war es für das Team von Lionel Messi (33) - auch dank der Effizienz der Madrilenen - mal wieder so weit.  © Manu Fernandez/AP/dpa

Real vorbei an den zuletzt bockstarken und konstanten Katalanen, die von den letzten 19 Begegnungen ganze 16 gewannen, und auch am Stadtrivalen Atlético.

Die Rojiblancos liegen nun punktgleich auf Rang zwei, können jedoch am Sonntagabend gegen Betis Sevilla noch nachlegen.

Dennoch ist die Aufholjagd von Real beeindruckend.

Nachdem man im ersten Saisondrittel, genau wie Barcelona, stellenweise im Tabellenmittelfeld verharrte und Atlético marschierte, ist man nun wieder in absoluter Schlagdistanz.

Hier die Highlights vom El Clásico zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona im Video

Das liegt vor allem aber auch an den Atletis, welche mit 18 Punkten aus zehn Partien lediglich Platz fünf der Rückrundentabelle belegen und somit den satten Vorsprung von zehn Punkten, inklusive einem Spiel weniger, seit Ende Januar auf die beiden Liga-Krösuse verspielt haben.

Titelfoto: Manu Fernandez/AP/dpa

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