Zweitliga-Klub im Chaos: Fünfter Trainer der Saison soll Team zum Aufstieg führen!

Almeria (Spanien) - Was für ein Chaos bei der Union Deportiva Almeria! Beim spanischen Zweitligisten wurde vor den Aufstiegsplayoffs bereits der vierte (!) Trainer der Saison entlassen. 

Turki Al-Sheikh (38) hat bereits vier Trainer in dieser Saison entlassen.
Turki Al-Sheikh (38) hat bereits vier Trainer in dieser Saison entlassen.  © imago images / Fotoarena

Verantwortlich für diese fehlende Nachhaltigkeit ist der saudi-arabische Klubbesitzer Turki Al-Sheikh und seine äußerst kurze Geduldsschnur.

Vor der Saison und in der Winterpause hat der Vorsitzende der Allgemeinen Sportbehörde seines Landes gut 20 Millionen Euro in Neuzugänge investiert. 

Im Sommer wurden sogar innerhalb von 22 Tagen 13 (!) Spieler unter Vertrag genommen. Das Team erhielt ein völlig neues Gesicht. 

Trainer Oscar Fernandez, der sein Amt am 15. Juni angetreten hatte, wurde bereits am 4. August wieder entlassen - ohne ein einziges Pflichtspiel der UD Almeria betreut zu haben!

Als Nachfolger verpflichtete man Pedro Emanuel. Der Portugiese holte aus 14 Ligaspielen 24 Punkte, gewann sechs Partien, kam auf sechs Unentschieden, verlor lediglich zweimal und stand mit der neu zusammengestellten Mannschaft auf Platz zwei.

Für Al-Sheikh war das aber zu wenig. Emanuel musste gehen. Ein namhafter neuer Übungsleiter wurde kurz darauf präsentiert: Guti, der als Spieler bei Real Madrid große Zeiten der Königlichen miterlebte. Allerdings war es seine erste Station im Männerbereich als hauptverantwortlicher Coach. 

UD Almeria muss im Playoff-Halbfinale gegen den FC Girona um Top-Stürmer Cristhian Stuani ran

Zerstört Cristhian Stuani (33) die Aufstiegshoffnungen Almerias? Der Stürmer des FC Girona hat in dieser Saison satte 29 Tore erzielt und drei Treffer in 36 Einsätzen vorbereitet.
Zerstört Cristhian Stuani (33) die Aufstiegshoffnungen Almerias? Der Stürmer des FC Girona hat in dieser Saison satte 29 Tore erzielt und drei Treffer in 36 Einsätzen vorbereitet.  © Enrique de la Fuente/Shot for pr/gtres/dpa

Zuvor trainierte er nur die U17, U18 und U19 von Real und war unter Senol Günes Co-Trainer von Besiktas Istanbul gewesen. Dennoch bedeutete seine Verpflichtung Glanz und Glamour für Almeria.

Sportlich lief es unter ihm allerdings nicht besser. Im Pokal schied man in der 1. Runde nach Verlängerung aus, dazu wurden aus 21 Ligabegegnungen 32 Punkte geholt (neun Siege, fünf Unentschieden, sieben Niederlagen). 

Ende Juni musste deshalb auch Guti gehen, der mit seiner Truppe "nur" noch Dritter war und damit nicht mehr auf einem direkten Aufstiegsplatz stand. Unter Mario Silva sollte es nun aber besser laufen. Doch stattdessen sammelte Almeria in den sieben Partien unter ihm nur acht Zähler (zwei Siege, zwei Remis, drei Niederlagen) und rutschte auf Platz vier ab. 

Das bedeutete:  Aufstiegsplayoffs! Für diese holte Al-Sheikh mit José Gomes nun den bereits fünften Coach der Saison. Er muss im Halbfinale in Hin- und Rückspiel gegen den FC Girona antreten, der Fünfter wurde, in 42 Spielen lediglich einen Punkt weniger als Almeria sammelte und mit dem uruguayischen Nationalspieler Cristhian Stuani den Torschützenkönig der LaLiga2 in den eigenen Reihen hat (29 Treffer). 

Setzt man sich hier durch, wartet im Finale der Sieger der Partie FC Elche gegen Real Saragossa, wo Ex-BVB-Star Shinji Kagawa spielt. Keine leichten Aufgaben für Al-Sheikhs Almeria. 

Titelfoto: imago images / Fotoarena

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