Skandal! Ultras schlagen Präsidenten und jagen ihn in Mülltonne durch die Straßen

Tschernihiw - Skandalöse Szenen aus der Ukraine! Die Ultras des Erstligisten FK Desna Tschernihiw haben auf ihre ganz eigene Weise mit dem Präsidenten des Vereins abgerechnet.

Ein Ultra packt den Präsidenten Oleksandr Ovrachenko (4.v.r.), der in einer Mülltonne durch die Straßen geschoben wird, heftig am Kragen.
Ein Ultra packt den Präsidenten Oleksandr Ovrachenko (4.v.r.), der in einer Mülltonne durch die Straßen geschoben wird, heftig am Kragen.  © YouTube/Screenshot/Ultras Bible

Der ukrainischen Seite newch.tv zu Folge hätten sich mehrere junge Anhänger Zutritt zum Vereinsgelände verschafft und seien in das Büro von Boss Oleksandr Ovrachenko eingedrungen.

Sie hätten ihn übel beleidigt, geschlagen und auf die Straße gezogen, wo diese widerliche Tat noch lange nicht vorbei war. Dort warteten nämlich rund 50 weitere Ultras des Tabellenvierten der Premier Liga. Insgesamt ist von 70 Menschen die Rede.

Sie warfen den Direktor in eine Mülltonne und schubsten ihn so durch die Straßen. Wie auf einem schockierenden Video zu sehen ist, wird ihm der Deckel auf den Kopf geschlagen, vermummte Männer packen ihn am Nacken, drücken ihn tiefer in den riesigen Container und schlagen ihn.

Ovrachenko ist die Angst trotz der mäßigen Auflösung deutlich anzusehen. Glücklicherweise für ihn reagierte eine Klubmitarbeiterin schnell, rief Polizei und Krankenwagen herbei. Als diese eintrafen, hätten die Ultras vom Präsidenten abgelassen.

Unverletzt blieb er allerdings nicht. Im Gegenteil. Sein Kopf und sein Ellenbogen seien gebrochen, dazu habe er eine Gehirnerschütterung und einen Schock erlitten. Er sagte den Ermittlern und der Presse, dass die Aktion mit Sicherheit vorher geplant war. Laut ua-football.com seien die Ultras organisiert in Autos geflohen.

Video: Ultras Desna schubsen und schlagen Präsident Ovrachenko in einer Mülltonne durch die Straßen

Ultras Desna rechtfertigten ihre Tat und machen dem Präsidenten Vorwürfe

Die Ultras bedrängen den Präsidenten.
Die Ultras bedrängen den Präsidenten.  © YouTube/Screenshot/Ultras Bible

Nun werde dieser Fall untersucht. Natürlich stellt sich vor allem eine Frage: Was hat die Ultras zu dieser grausamen Handlung bewegt?

In den sozialen Medien waren zuvor Meldungen aufgetaucht, denen zufolge Ovrachenko geplant haben soll, den Verein in eine andere Stadt zu "verlegen". Desna dürfe zukünftig möglicherweise nicht mehr in seinem Heimstadion in Tschernihiw spielen.

Die Gruppierung akzeptiere nicht, dass man den Verein in einen ohne Stadt verwandeln wolle, erklärte der Ultra-Vertreter Bogdan Dementov laut ua-football.com.

Er sagte weiter: "Wir werden Desna Kiew nicht unterstützen, Desna ist Tschernihiw!" Dazu werfe man Ovrachenko vor, für "keine Basis, keine Trainingsbedingungen, kein Spielfeld" gesorgt- und nichts für den Fußball getan zu haben.

Stattdessen habe er sich selbst ein Haus gebaut und regelmäßig neue Autos gehabt. Diese Vorwürfe wies der Präsident von sich.

Und selbst wenn sie stimmen sollten, ist das noch lange kein Grund für eine mittelalterliche Aktion, in der ein Mensch vom "Pöbel" durch die Straßen gejagt, geschlagen und gedemütigt wird. Deshalb ist sie aufs Schärfste zu verurteilen!

Titelfoto: YouTube/Screenshot/Ultras Bible

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