Verstörende Bilder und 26 Verletzte: Fünf Beamte nach Fan-Krawallen bei Erstliga-Spiel suspendiert!

Querétaro (Mexiko) - Barbarische Szenen! Nach den schweren Ausschreitungen bei der Partie zwischen dem FC Querétaro und Atlas Guadalajara im Stadion La Corregidora in Mexiko sind fünf Beamte suspendiert und Verträge mit einer privaten Sicherheitsfirma gekündigt worden.

Bei den brutalen Krawallen am Samstagabend wurden 26 Menschen verletzt.
Bei den brutalen Krawallen am Samstagabend wurden 26 Menschen verletzt.  © Eduardo Gomez Reyna/AP/dpa

Das teilte die Innenministerin des Bundesstaates Querétaro, Lupita Murguía (66), in der Nacht zum Montag auf Twitter mit.

Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft des zentralmexikanischen Bundesstaates lagen von ursprünglich 26 Verletzten noch 19 im Krankenhaus. Es gab demnach keine Todesfälle.

Die Staatsanwaltschaft teilte weiter mit, dass Ermittlungen - unter anderem wegen versuchten Mordes - eingeleitet worden seien.

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In einigen Medien wurde die Frage aufgeworfen, ob es für Mexiko internationale Konsequenzen geben solle. Im Jahr 2026 richten die USA, Mexiko und Kanada die Weltmeisterschaft, die dann mit 48 Teams steigt, gemeinsam aus.

"Die FIFA ist schockiert über die tragischen Ereignisse im Corregidora-Stadion in der Stadt Queretaro", hieß es vom Weltverband in einer Stellungnahme vom Sonntag.

"Die FIFA schließt sich dem mexikanischen Fussballverband und der Concacaf an und verurteilt diese barbarischen Ausschreitungen und fordert die lokalen Behörden auf, die Verantwortlichen rasch zur Rechenschaft zu ziehen."

Querétaros Innenministerin Lupita Murguía äußerte sich auf Twitter zu den Ausschreitungen

Die Fernsehbilder der Eskalation im Stadion La Corregidora

Trägt der FC Querétaro eine Mitschuld an den schlimmen Krawallen?

Das Spiel wurde abgebrochen, nachdem Fans den Rasen gestürmt hatten. Anscheinend gab es große Sicherheitslücken im Stadion.
Das Spiel wurde abgebrochen, nachdem Fans den Rasen gestürmt hatten. Anscheinend gab es große Sicherheitslücken im Stadion.  © Eduardo Gomez Reyna/AP/dpa

Angesichts der in sozialen Medien kursierenden Fotos und Videos der Ausschreitungen auf den Rängen während der Begegnung in der Liga MX waren Tote befürchtet worden.

Dem widersprach Querétaros Gouverneur Mauricio Kuri. "Die offiziellen Daten weisen momentan darauf hin, dass es keine Toten gegeben hat. Ich verstehe natürlich, dass die Bilder absolut verstörend sind."

"Leider wurden Bilder und Namen von Menschen in den Netzwerken verbreitet, die angeblich gestorben sind. Ich kann jedoch bestätigen, dass sie lebendig sind und medizinische Hilfe bekommen", sagte Kuri am Sonntag.

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Die Begegnung war in der 62. Minute beim Stand von 0:1 unterbrochen und dann abgebrochen worden. Am Sonntag fielen alle Ligaspiele aus.

Unter den suspendierten Beamten war der für das Match verantwortliche Einsatzleiter der Polizei. An der ausgearteten Schlägerei trägt nach Ansicht des Stadtrats von Querétaro auch der FC Querétaro eine Schuld.

Der Verein habe mit knapp 100 privaten Sicherheitsleuten viel zu wenig Personal engagiert, um die Sicherheit im Stadion zu gewährleisten, sagte Stadtrat José Luis Aguilera.

Titelfoto: Eduardo Gomez Reyna/AP/dpa

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