Wayne Rooney sauer über Forderung von Gehaltskürzungen: "Eine Schande"!

England - Die Fußballer als "Sündenböcke"? Das stößt Wayne Rooney (34) sauer auf! In seiner Kolumne in der "Sunday Times" wurde der Star deutlich.

Großbritanniens Gesundheitsminister Matt Hancock stand im Mittelpunkt von Rooneys Kritik. (Archivbild)
Großbritanniens Gesundheitsminister Matt Hancock stand im Mittelpunkt von Rooneys Kritik. (Archivbild)  © Stefan Rousseau/PA Wire/dpa

"Was in den letzten Tagen abgelaufen ist, ist eine Schande", so der 120-fache englische Nationalspieler (53 Tore).

Er reagierte damit auf ein langes Hin und Her zwischen der Spielergewerkschaft PFA, dem Verband FA und der Politik um einen Gehaltsverzicht (TAG24 berichtete).

Großbritanniens Gesundheitsminister Matt Hancock forderte die Akteure beispielsweise auf, "ihre Rolle zu spielen" und Kürzungen zu akzeptieren.

Am Freitag waren die Klubs dann übereingekommen, ihre Spieler zu bitten, auf 30 Prozent für ein Jahr zu verzichten.

Das wurde von der PFA abgelehnt, weil dem Gesundheitssystem dadurch Steuereinnahmen in Höhe von 200 Millionen Pfund entgehen würden. 

Das berichten englische Zeitungen wie "The Guardian" übereinstimmend. 

Rooney wäre laut eigener Aussage übrigens gerne bereits, etwas Gutes zu tun und schrieb in seiner Kolumne: "Wenn die Regierung mich darum bitten würde, Krankenschwestern finanziell zu unterstützen oder Beatmungsgeräte zu kaufen, wäre ich stolz darauf, solange ich wüsste, wohin mein Geld fließt."

Wayne Rooney greift Gesundheitsminister Matt Hancock an

Wayne Rooney nahm in seiner Kolumne kein Blatt vor den Mund. (Archivbild)
Wayne Rooney nahm in seiner Kolumne kein Blatt vor den Mund. (Archivbild)  © Bradley Collyer/PA Wire/dpa

Denn er sei in einer Position, in der er auf Geld verzichten- und etwas abgeben könne. Andere Spieler aber nicht, weshalb der "öffentliche Druck" nicht hilfreich sei. 

Dabei nahm er vor allem Hancock ins Visier und warf ihm vor, die Fußballer absichtlich in den Mittelpunkt zu stellen.

"War er verzweifelt daran interessiert, die Aufmerksamkeit von der Regierung und ihrem Umgang mit der Pandemie abzulenken", fragte sich der fünffache englische Meister, der aktuell beim Zweitligisten Derby County unter Vertrag steht.

Er verstand gar nicht erst, warum sich Hancock in diese Debatte einschaltete. Denn sonst würde man alles hinter verschlossenen Türen besprechen, ausgerechnet das aber in der Öffentlichkeit austragen und die Kicker damit "in eine Ecke zwingen". 

Es sei eine "No-Win-Situation" und die Fußballer seien offenbar "einfache Ziele", so Rooney.

Trotz dieser deutlichen Worte ist bald mit einer Einigung von Spielern, Vereinen, Verband und Politik zu rechnen. 

Titelfoto: Bradley Collyer/PA Wire/dpa

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