Weiterer Karius-Tiefpunkt: Nur Nummer 4 in Liverpool – Wechsel in die Schweiz?

Liverpool - Die Leiden des (jungen) Karius gehen weiter! Keeper Loris Karius (28) bekommt einmal mehr keinen Fuß auf den Boden beim FC Liverpool. Viel schlimmer noch: Seine Füße scheinen vom satten Grün an der Anfield Road so weit entfernt zu sein wie nie zuvor. Kehrt der Schlussmann den "Reds" im Winter endgültig den Rücken?

Der Tag, an dem Loris Karius' (28) Karriere eine wohl entscheidende Wendung nahm: Das Champions-League-Finale 2018 in Kiew, bei dem er keine gute Figur machte.
Der Tag, an dem Loris Karius' (28) Karriere eine wohl entscheidende Wendung nahm: Das Champions-League-Finale 2018 in Kiew, bei dem er keine gute Figur machte.  © Nick Potts/PA Wire/dpa

Er galt einst als große Hoffnung auf dem deutschen Torhütermarkt. Spätestens mit seinem Wechsel zum großen FC Liverpool im zarten Alter von 23 Jahren schien er den nächsten Schritt auf der steilen Karriere-Leiter gegangen zu sein.

Doch seine England-Rückkehr aus dem Jahr 2016 (er spielte zwischen 2009 und 2011 in der Jugend und der Reserve von Manchester City) sollte für ihn letztlich keine gute Entscheidung gewesen sein.

Kam er unter Jürgen Klopp (54) in seinen ersten beiden Saisons noch auf insgesamt 29 Liga-Partien, spielte er nach seinen Final-Patzern in der UEFA Champions League gegen Real Madrid fortan gar keine Rolle mehr.

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Nach Leihintermezzi zu Besiktas Istanbul und dem 1. FC Union Berlin kehrte er im Sommer erneut zurück an den Ort, wo er vertraglich noch bis 30. Juni 2022 gebunden ist.

Die Namen der Klubs, für die er in Zukunft seine Handschuhe anziehen könnte, klingen inzwischen nicht mehr sonderlich schillernd. Einer davon ist der FC Basel aus der schweizerischen Super League, wie "The Athletic" meldet.

Loris Karius zum FC Basel? Kontakt soll es bereits im Sommer gegeben haben

Nach der Liverpool-Rückkehr von seiner Leihstation 1. FC Union Berlin ist Loris Karius nach wie vor in der sportlichen Talfahrt.
Nach der Liverpool-Rückkehr von seiner Leihstation 1. FC Union Berlin ist Loris Karius nach wie vor in der sportlichen Talfahrt.  © Andreas Gora/dpa

Der Verein soll bereits im abgelaufenen Transferfenster an den Diensten des 28-Jährigen interessiert gewesen sein.

Doch dem Vernehmen nach scheiterten die Verhandlungen unter anderem an den Gehaltsvorstellungen des gebürtigen Biberachers.

Letztlich fand sich überhaupt kein neuer Klub und Karius blieb am Champions-League-Sieger von 2018 kleben. Ein Umstand, der wohl keinem der Parteien schmecken dürfte.

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Karius ist inzwischen Torwart Nummer vier bei Jürgen Klopp und war in der angebrochenen Saison noch keine einzige Minute im Kader.

Hinter dem unumstrittenen Stammkeeper Alisson Becker (28) ist Caoimhín Kelleher (22) die etatmäßige Nummer zwei. Wenn Klopp ab und an sogar noch einen zweiten Ersatzkeeper mit auf die Bank setzt, ist es der 34-jährige Routinier Adrián.

Entsprechend würde man es bei den "Reds" durchaus begrüßen, Karius im Winter abgeben zu können. Es würde eine jahrelange Baustelle endlich schließen. Und der FC Basel soll demnach erneut großes Interesse haben.

Nach Besiktas Istanbul nahm der Negativstrudel seinen Lauf

Was einst so vielversprechend begann, dürfte schon bald endgültig vorbei sein. Loris Karius unter Jürgen Klopp (54) beim FC Liverpool.
Was einst so vielversprechend begann, dürfte schon bald endgültig vorbei sein. Loris Karius unter Jürgen Klopp (54) beim FC Liverpool.  © Nick Potts/PA Wire/dpa

Dort ist wiederum der Österreicher Heinz Lindner (31) Stammkeeper. Ähnlich wie in Berlin müsste sich Karius auch dort wohl mit einem Widersacher mindestens auf Augenhöhe messen und um den Platz zwischen den Pfosten kämpfen.

Bei den "Eisernen" verlor er einen solchen Kampf bekanntermaßen gegen Andreas Luthe (34) und machte letztlich nur fünf Spiele für Union.

Das letzte Mal Stammkraft war er bei Besiktas Istanbul. Dort avancierte Karius sogar zum Fan-Liebling und zeigte starke Leistungen. Das Kapitel endete allerdings im Mai 2020 vorzeitig, da Gehaltszahlungen des Vereins langfristig ausblieben.

Bleibt zu hoffen, dass der ehemalige Mainzer Schlussmann in der kommenden Transferperiode den für sich richtigen Schritt macht. Zu wünschen wäre es ihm.

Titelfoto: Nick Potts/PA Wire/dpa, Andreas Gora/dpa

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